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Agriculture

Schimmelpilzgifte, nein danke!

Titelbild

Umweltaktivisten wollen Fungizide verbieten. Dadurch gefährden sie die Gesundheit von Verbrauchern.

Mechanisierung, landwirtschaftliche Intensivierung, synthetische Düngemittel und sogar Drohnen sind heute Teil der modernen Landwirtschaft. Dies ermöglicht uns, selbst in Krisenzeiten wie jetzt, täglich Milliarden von Menschen zu ernähren. Im Vergleich zu unseren Vorfahren haben wir große Fortschritte in der Lebensmittelproduktion gemacht.

Die Massenproduktion von Lebensmitteln hat aber auch ihre Gegner, oft Umweltschützer, die mit der Ressourcennutzung, der Tierhaltung oder dem Konsumverhalten unzufrieden sind. Stellen Sie sich eine Zeitreise vor und erklären Sie den Menschen in der Vergangenheit, dass es eine Welt geben wird, in der sich der Durchschnittsbürger frisches Gemüse und Fleisch jederzeit  leisten kann. Gleichzeitig gibt es Menschen, die sich diesem immensen Fortschritt widersetzen.

Es ist nichts an sich verkehrt daran, nostalgisch zu sein: Auch heute noch gibt es landwirtschaftliche Initiativen, die altmodische Methoden praktizieren und von der eigenen Produktion in einer Kommune leben. Schaden entsteht durch solche Subsistenzwirtschaft eigentlich keiner. Allerdings sind die Umweltschützer weit über die Romantik der alten Zeiten hinausgegangen: Sie haben sich vorgenommen, die moderne Landwirtschaft komplett auf den Kopf zu stellen, wenn nötig auch durch Unwahrheiten.

Ein riesiges Netzwerk von Organisationen, darunter bekannte Akteure wie Greenpeace, veröffentlichen in mehreren Ländern unwissenschaftliche Publikationen: Ihr neuestes Ziel sind Fungizide.

Fungizide werden zur Bekämpfung von Pilzsporen eingesetzt, die, wenn sie von der Außenseite der Pflanze in ihr Inneres getragen werden, für die menschliche Gesundheit gefährlich sind. Diese Schimmelpilze produzieren Mykotoxine. Mykotoxine werden in Unterkategorien unterteilt, nämlich Aflatoxine, Ochratoxin A (OTA), Fumonisine (FUM), Zearalenon (ZEN) und Deoxynivalenol (DON – auch bekannt als Vomitoxin), die alle durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln, einschließlich Milchprodukten, aufgenommen werden können (da sie von infizierten Tieren in Milch, Eier oder Fleisch übertragen werden können).

Die gefährlichsten Arten sind Aflatoxine, die Mais, Weizen, Reis, Sojabohnen, Erdnüsse und Nüsse befallen und Krebs verursachen können. Am beunruhigendsten ist, dass bis zu 28 Prozent aller Leberkrebserkrankungen auf Aflatoxine zurückzuführen sind und dass die immunsuppressiven Eigenschaften dieser Toxine Patienten anderen Krankheiten gegenüber schwächen.

In Afrika ist dies eine tödliche Epidemie. Aflatoxine sind hier tödlicher als Malaria oder Tuberkulose, 40 Prozent aller Leberkrebserkrankungen in Afrika stehen mit ihnen in Zusammenhang. Eine Mykotoxinkontamination kann durch unangemessene Lagerung von Lebensmitteln auftreten. Die häufigste Ursache ist jedoch das Fehlen adäquater Pflanzenschutzmaßnahmen, einschließlich Chemikalien. Durch Mykotoxinkontamination verliert Afrika jedes Jahr Millionen Dollar an Nahrungsexporten.

Dies ist jedoch nicht nur in Afrika ein Problem. Auch in Europa besteht nach Daten von 2017 ein hohes Risiko der Mykotoxinbelastung. Eine 10-Jahres-Umfrage des BIOMIN-Forschungszentrums in Österreich ergab, dass etwa 20 Prozent der mitteleuropäischen und fast 12 Prozent der südeuropäischen Getreidefuttermittel die EU-Grenzwerte überschreiten. Im Jahr 2013 beantragte Frankreich eine Ausnahme von der EU-Verordnung über Mykotoxine für Maisproben, da die Ernte sonst weitgehend unbrauchbar gewesen wäre. Daten aus dem Jahr 2018 zeigen, dass 6 Prozent der Feld- und 15 Prozent der französischen Silomaisproben mit Aflatoxinen kontaminiert waren. Die Hälfte aller Vollkornnudeln sind durch Schimmelpilze verunreinigt.

Die Europäische Union sowie die nationalen Behörden für Lebensmittelsicherheit haben ein Dutzend SDHI-Fungizide zugelassen, die Mykotoxine bekämpfen und erst im vergangenen Jahr erneut als sicher bestätigt wurden. Umweltschützer wiederum verlassen sich auf die Ergebnisse französischer Forscher, die 2018 vorgestellt wurden. Ihre Behauptungen: SDHI-Fungizide können seltene Krebsarten und neurologische Beeinträchtigungen verursachen. Ferner werfen sie den aktuellen toxikologischen Berichten vor, ungenau zu sein.

Die französische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ANSES) veröffentlichte einen Bericht, der diese Behauptungen widerlegt. Die Behörde fand keine Grundlage für die Behauptungen dieser Recherche und erklärte, dass SDHIs schnell verstoffwechselt und aus dem Körper ausgeschieden werden und dass – obwohl diese Fungizide schon lange auf dem Markt sind – keine wissenschaftlichen Beweise für schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit oder die Umwelt vorliegen.

Trotz Angriffen auf die Integrität von ANSES (die sowohl den Dialog als auch die Veröffentlichung aller ihrer SDHI-Daten zur Überprüfung angeboten hatte) haben diese Aktivisten keine weiteren Belege für ihre Theorie vorgelegt. Das hat Umweltschutzgruppen nicht daran gehindert, das Verbot aller Fungizide und eine extreme Wende der Landwirtschaft zu fordern, die jede Art von Biotechnologie und Chemie meidet.

Sollten sie beim Verbot von SDHI in Frankreich erfolgreich sein, würden die Aktivisten ihre Agenda auf der nächsten Ebene realisieren wollen: in der Europäischen Union. Resultat wäre ein langer Kampf um die Zukunft der konventionellen Landwirtschaft, und es besteht kein Zweifel, dass diese Aktivisten weiterhin Fakten verzerrt und wissenschaftlich unzutreffend darstellen werden.

Wir dürfen es nicht so weit kommen lassen. Die Ernährungssicherheit und die Gesundheit der Verbraucher stehen auf dem Spiel. Wenn das Argument lauten würde, dass die Gentechnik billigere und bessere Möglichkeiten zur Bekämpfung von Insekten und Mykotoxinen bietet, dann wäre das ein gültiges wissenschaftliches Argument, das Unterstützung verdient. Umweltschützer haben jedoch auch wenig Offenheit gegenüber neuen Züchtungstechnologien gezeigt und befürworten ihrerseits den ökologischen Landbau, also die altmodisch bäuerliche Landwirtschaft ohne moderne Technologie. Unsere Vorfahren wären zu Recht entsetzt über den Gedanken, dass dies geschehen könnte.

Wir müssen begründete Argumente für die wissenschaftliche Methode vorbringen. Nur so können wir verhindern, dass die Zukunft zur Vergangenheit wird.

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The Consumer Choice Center is the consumer advocacy group supporting lifestyle freedom, innovation, privacy, science, and consumer choice. The main policy areas we focus on are digital, mobility, lifestyle & consumer goods, and health & science.

The CCC represents consumers in over 100 countries across the globe. We closely monitor regulatory trends in Ottawa, Washington, Brussels, Geneva and other hotspots of regulation and inform and activate consumers to fight for #ConsumerChoice. Learn more at consumerchoicecenter.org

Greenpeace: Der Pestizidbericht kommt für Verbraucher teuer

Ein Gastbeitrag von Fred Roeder, Geschäftsführer des Consumer Choice CenterEin neuer Bericht der selbsternannten  Journalismusplattform Unearthed des Umweltverbands Greenpeace vermeldet, dass ein Großteil der an Landwirte verkaufte Pestizide hochgefährlich seien. Doch diese Anschuldigungen sind schwer irreführend und können Verbraucher teuer zu stehen kommen.

Das Projekt hat einen Datensatz von Pestizidverkäufen von insgesamt 21 Milliarden Euro gesammelt und verlautbart, ein Drittel aller verkauften Pestizide seien hochgefährlich. Es verwundert nicht, dass Greenpeace sich nach diesem Bericht für weitere Verbote einsetzt.

Doch dieser Bericht krankt gleich an mehreren Stellen. Man muss immer berücksichtigen, dass Greenpeace lediglich ein Netzwerk von Aktivisten ist und keine wissenschaftliche Institution. Die bekannte Umweltorganisation befürwortet rückschrittliche und unwissenschaftliche landwirtschaftliche Methoden, wie die Agrarökologie.

Die Aussage, dass mindestens ein Drittel aller verwendeten Pestizide in der Landwirtschaft hochgefährlich sind ist leider auch nicht wissenschaftlich begründet, sondern lediglich eine polemische Aussage des internationalen Umweltnetzerks, die sich auf einen fraglichen Datensatz des Pesticides Action Networks (PAN) stützt.

Der berüchtigte Datensatz, der diese drastischen Zahlen zeigen soll, beruht zudem nicht auf offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (in denen Pestizide wie Glyphosat oder Neonikotinoide nicht als hochschädlich eingestuft werden), sondern eigenen Einstufungen des politisch motivierten PAN. Diese Vereinigung ist ein Sprachorgan der Vertreter der Agrarökologie.

So hat PAN Pestizide, die von der Weltgesundheitsorgansisation nicht beanstandet wurden, einfach als unsicher eingestuft und ist so auf diese hohe Anzahl an unsicheren Pestiziden gekommen. Gleichzeitig behaupten Vertreter der Bio-Lobby, schädliche Pestizide wie Kupfer hätten für Menschen „keinerlei Nachteil“.

Wohlfeile Forderungen – Teure Folgen

Unser Eindruck ist, dass sich die Umweltlobby wünscht, nationale Regierungen würden alle von PAN gelisteten Pestizide verbieten. Dies würde Verbraucher teuer zu stehen kommen. Sichere Pestizide machen Ernteerträge deutlich voraussehbarer und reduzieren Lebensmittelpreise.

Wer Pestizide verbieten will, muss auch ehrlich sein und zugeben, dass Essen teurer wird. Ein komplett unbehandelter Apfel hat nur geringe Chancen zu reifen im Vergleich zu einem mit Pestiziden behandelten Apfel. Man muss sich dann nicht wundern, wenn dieser Apfel das Vierfache im Supermarkt kostet.

Es gibt Chemikalien, die schädlich für uns Verbraucher sein können. Aber diese Analyse sollte von Behörden und nicht von Aktivisten durchgeführt werden. Solche Verbote sollten wirklich nur eintreten, wenn unabhängige Wissenschaftler im Auftrag öffentlicher Institutionen  nachweisen, dass diese Chemikalien bei Menschen oder in der Natur nachhaltige Schäden verursachen können. Ideologisch getriebene Verbote in einigen Mitgliedsstaaten der EU haben bereits Hexenjagden gegen komplett sichere Pestizide wie Glyphosat verursacht.

Zudem können solche Verbote Lebensmittel für Verbraucher deutlich verteuern. Verbraucher und Hersteller brauchen Herbizide, um die Ernte vor eindringlichen Spezien zu beschützen. Wer weniger Pestizide und andere Chemikalien verwenden möchte und gleichzeitig die aktuellen Ernten nicht reduzieren will, muss sich aktiv für neue und innovative Methoden wie Gen-Editing aussprechen. Leider lässt die EU solche Methoden bisher nicht wirklich zu.

Letzter Ausweg CRISPR?

Glücklicherweise debattiert die Europäische Kommission das Genscheren-Verfahren CRISPR für Saatgut und andere Produkte langsam aber sicher zu öffnen und dadurch nachhaltig den Einsatz von Pestiziden verringern zu können. Nachhaltig bedeutet, dass die grüne Gentechnik es erlaubt, weniger Chemikalien in der Landwirtschaft einzusetzen – ohne den Ertrag verringern.

Beispiele aus anderen Teilen der Welt zeigen leider auch, dass Landwirte, denen der Einsatz von Pestiziden verboten wird, diese oft auf dem Schwarzmarkt erwerben und deutlich unsicherere Chemikalien verwenden, um Schädlinge von ihren Feldern fernzuhalten. So führt die Anti-Pestizid-Politik zu mehr Gift im Essen.

Statt Landwirte in die Illegalität zu drängen, brauchen wir innovative Methoden, mit denen sie für eine wachsende Weltbevölkerung mehr Lebensmittel mit weniger Chemikalien herstellen können. Unwissenschaftliche Kampagnen helfen hier niemandem. Wir hoffen nun, dass die Europäische Kommission dem Fortschritt die Türen öffnet.

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DIE GENTECHNIK ALS SPALTPILZ DER GRÜNEN BEWEGUNG

Die Frage, ob Gentechnik eine wunderbare Verheißung moderner Molekularbiologie oder Teufelszeug ist, macht einen grundlegenden Riss durch die grüne Bewegung deutlich. Verbände wie Greenpeace, der Bund des Umwelt- und Naturschutzes, die sogenannten “Friends of the Earth” sowie mehrheitlich die Partei Bündnis 90/die Grünen sind gegen den Einsatz von genmanipuliertem Saatgut. Teile der Grünen Jugend jedoch stellen sich neuerdings auf die Seite des europäischen Bauernverbands sowie der Mehrheit der Gentechnik-Forscher, die sich für den Einsatz stark machen. Die Spaltung der Öko-Bewegung in Gegner und Befürworter der Gentechnik ist aber mehr als eine Detailfrage über das beste Vorgehen in der modernen Landwirtschaft: Hier offenbaren sich zwei Weltbilder innerhalb des ökologischen Denkens, die miteinander kollidieren und nicht vereinbar sind. Entweder nämlich, man glaubt an den technischen Fortschritt, an die Vernunftfähigkeit des Menschen und an die Findigkeit kreativen Unternehmertums oder man sieht das Leben in der Moderne als grundsätzlich negativ an, mit seiner bedrohlichen allmächtigen Technik und seiner ausgedehnten Massenproduktion. Technik oder Verzicht, wird damit zur Zukunftsfrage der jungen Generation, nicht nur in der Klimafrage. Es gibt Hoffnung, dass sich die technikfreundliche, positive Sicht auf die Moderne innerhalb der Grünen durchsetzen könnte.

Hauke Köhn von der Grünen Jugend Hannover brachte im Herbst letzten Jahres einen Antrag bei der Grünen Jugend Niedersachsen zum Erfolg, der sich für die Verwendung der Gentechnik in der Landwirtschaft ausspricht. Der Antrag fordert nichts weniger, als auf wissenschaftlicher Basis anzuerkennen, dass Gentechnik viele Vorteile für die Gesellschaft biete. Die Risiken seien hingegen überschaubar und politisch beherrschbar. Mit dieser Position ist Köhn seither nicht nur beliebt bei seinen Parteigenossen. Wie er gegenüber der “ZEIT” äußerte, habe “bei manchen Grünen-Treffen Eiseskälte geherrscht, wenn das Thema aufkam, bei anderen wurde es hitzig.” Zu tief sitzen die Vorurteile gegenüber der Gentechnik, die NGOs wie Greenpeace seit Jahren systematisch schüren.

Gentechnik habe seine Versprechen „seit jeher gebrochen“, heißt es beispielsweise auf der Internetseite der grünen Friedenswächter. Durch die „Verwendung von genmanipuliertem Saatgut konnten keine Ertragssteigerungen erzielt werden und der Pestizideinsatz steigt mittelfristig sogar an“, heißt es dort. Mit der Redlichkeit dieser Aussagen nehmen es die Aktivisten wohl nicht ganz so genau. Auf den ersten Blick stimmt es zwar: In den meisten Fällen steigert der Einsatz von Gen-Mais nicht die Ernte des Maises. Aber – und das verschweigt Greenpeace seinen Anhängern lieber – es senkt die Kosten für die Maisproduktion erheblich, weil die Pflanzen resistent gegen Schädlinge sind und daher weniger Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt werden müssen. Der Einsatz von genmanipuliertem Saatgut konnte bisher den Ertrag um bis zu 28% erhöhen und weitere Erfolge sind wahrscheinlich. Genau das passt Greenpeace aber nicht. In einem eigenen Dossier zu dem Thema heißt es, dass „genmanipulierte Pflanzen das Modell der industriellen Landwirtschaft zementieren, das globalen Märkten zwar Güter in großen Mengen liefert, die Weltbevölkerung aber nicht ernähren kann.“

Und genau das ist für Greenpeace des Pudels eigentlicher Kern. Die Landwirtschaft an sich ist böse, weil sie industriell und global agiert. Es stimmt: Unterernährung und Hunger wird es auch mit der Gentechnik noch geben, aber das liegt nicht an der bösen Landwirtschaft, sondern daran, dass Bürgerkriege, korrupte Regime und Unterentwicklung nicht durch Gentechnik allein behoben werden können. Nicht nur in der Frage der Agrarwirtschaft offenbart sich ein unwissenschaftliches Weltbild. Auch in der Frage der Gesundheit und der Risiken der Gentechnik bleiben viele Aktivisten faktenresistent. Greenpeace behauptet etwa in einem düsteren Untertitel zum Thema Gentechnik, dass “[d]er Einsatz der Gentechnik unkalkulierbare Risiken [birgt]. Mensch und Natur dürfen nicht zu Versuchskaninchen der Agrarkonzerne werden.” Die Wissenschaft aber konnte bisher keine dieser angeblich unkalkulierbaren Risiken ausfindig machen.

2010 gab die EU-Kommission ein Kompendium aus über 10 Jahren Forschung heraus, welches zu dem Ergebnis kommt, dass Gentechnik keine nachweisbaren Risiken für die Umwelt in sich trage. Auch in einer Bilanz des deutschen Bildungsministeriums aus dem Jahre 2014, nach 25 Jahren Forschungsarbeit und über 130 Projekten und 300 Millionen Euro geflossenem Steuergeld, heißt es dazu, “dass Gentechnik an sich keine größeren Risiken als konventionelle Methoden der Pflanzenzüchtung birgt.” Doch den Gegnern der Gentechnik können noch so viele Studien vorgelegt werden, belehren lassen sie sich trotzdem nicht.

Wie der Philosoph Stefan Blancke, von der Universität Gent, in einem Interview mit ZDF-Heute treffend feststellte, fällt die Panikmache vor der Gentechnik bei den meisten Menschen deshalb auf fruchtbaren Boden, weil sie Vorurteile und Naturbilder bedient, die uns intuitiv einleuchten, die aber, wissenschaftlich gesehen, weit vor das darwinistische Zeitalter zurückreichen. Die meisten Bürger würden zum Beispiel glauben, “dass alle Organismen eine Art universellen ‚Kern‘ besitzen. Einen ‚Kern‘, der diesen Organismus ausmacht, quasi definiert.“ Und daher würden in einer US-Studie Befragte nicht wissen, ob in eine Tomate implantierte Fisch-DNA die Tomate nach Fisch schmecken lässt. Das ist natürlich Unsinn, wussten aber weniger als 40 Prozent.

Solche Vorurteile führen dann dazu, dass sich knapp 80 Prozent der Deutschen in einer Umfrage des Umweltministeriums aus dem Jahr 2017 ohne erfindliche Gründe gegen die Gentechnik aussprechen. Wenige politische Fragen erreichen solch eindeutige Urteile der Öffentlichkeit. Was gerade bei diesem Thema besorgniserregend ist, da die meisten Befragten offensichtlich wenig bis keine Kenntnisse der Gentechnik besaßen. Zu der Angst, nicht mehr kontrollieren zu können, was wir über Geneingriffe erschaffen, komme, laut Blancke, die Angst hinzu, sich mit Mutter Natur anzulegen. Wir würden immer noch zu einem sogenannten zweckgetriebenen Denken neigen, das allen Naturereignissen eine bestimmte Absicht unterstelle. In dieser Sicht seien Pflanzen dazu da, uns zu ernähren, Regen, um die Erde zu bewässern und Gewitter, um uns zu erschrecken. Blancke dazu: „Gentechnik ist da plötzlich das Böse, das die Pläne von ‚Mutter Natur‘ durchkreuzt. Nicht umsonst gibt es den Begriff ‚Frankenfood‘. Die Botschaft ist klar: Legen wir uns mit ‚Mutter Natur‘ an, rufen wir gewaltige Katastrophen hervor.“

Es ist nur zu hoffen, dass sich die Sicht des 21-Jährigen Junggrünen Hauke Köhn in Zukunft durchsetzt, der in seinem Antrag mutig schreibt: “In jedem Fall können die pauschalen Vorwürfe, die gegenüber der grünen Gentechnik bestehen, nicht aufrechterhalten werden. Es sind durchaus ökologisch nachhaltige GVO vorstellbar, die gegenüber konventionellen Agrarpflanzen große Vorteile hegen.” Ergänzen müsste man noch, dass solche GVO (Gentechnisch veränderte Organismen) nicht nur vorstellbar sind, sondern schon täglich genutzt und weltweit gebraucht werden.

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The Brexit boost for British bio-science

World-class laboratories have been freed from the dead hand of Brussels regulation

Britain is really good at biology. In physics and chemistry, or painting and music, we have often failed to match the Germans, the French or the Italians. But in the bio-sciences, nobody can equal us. Here’s an astonishing list of firsts that happened on this damp island: William Harvey and the circulation of the blood. Robert Hooke and the cell. Edward Jenner and vaccines. Charles Darwin and natural selection. Alexander Fleming and antibiotics. Francis Crick and James Watson (and Rosalind Franklin and Maurice Wilkins) and the structure of DNA. Fred Sanger and DNA sequencing. Patrick Steptoe and Robert Edwards and the first test-tube baby. Alec Jeffreys and DNA fingerprinting. Ian Wilmut and Dolly the Sheep. The biggest single contribution to the sequencing of the human genome (the Wellcome Trust).

Annoyingly, the exciting new tool of genome editing is the one that got away. The best of the new tools, known as CRISPR, emerged from the work of a Spaniard, Francisco Mojica, who first spotted some odd sequences in a microbe’s genome that seemed to be part of a toolkit for defeating viruses. Then a few years ago French, American, Finnish, Dutch and Chinese scientists turned this insight into a device for neatly snipping out specific sequences of DNA from a genome in any species, opening up the prospect of neatly rewriting DNA to prevent disease or alter crops. Two American universities are squabbling over the patents (and Nobel prize hopes). Further improvements are coming thick and fast.

But we are well placed to catch up with superb labs straining at the leash to apply these new tools. The biggest immediate opportunity is in agriculture, and here leaving the European Union is absolutely key. There is no clearer case of a technology in which we will be held back if we do not break free from the EU approach. It would not be a race to the bottom in terms of safety and environmental standards, but the very opposite: a race to the top.

For example, if we allowed the genetically modified blight-resistant potatoes that have been developed at the Sainsbury Laboratory in Norfolk to be grown in fields here in the UK, we would be able to greatly reduce the spraying of fungicides on potato fields, which at present happens up to 15 times a year, harming biodiversity and causing lots of emissions from tractors. That would be a big improvement, not a regression, in environmental terms. But at the moment commercialising the Sainsbury Lab potato is in practice impossible because of onerous EU rules.

Other countries are already dashing ahead with the new technology. Last year a review of the patenting of CRISPR products in agriculture found that, whereas America had taken out 872 patent families and China 858, the European Union had taken out only 194. The gap is growing.

The reason is nothing to do with the quality of research in Europe. It is all about regulation. When genome editing first came along, the European Commission decided to delay for several years making up its mind about how to regulate the release of genome-edited organisms while it waited for the European Court of Justice to decide whether to treat this new technology as if it were like genetic modification (the process invented a generation ago for transferring genes between species) or a form of mutation breeding (the process invented two generations ago for randomly scrambling the genes of plants under gamma rays in the hopes of generating better varieties).

If it was like genetic modification, then it would be subject to draconian rules that amount to a de-facto ban. Nobody even tries to commercialise a GMO crop in Europe any more because you enter a maze of delay, obfuscation, uncertainty, expense and red tape from which you never emerge.

The result is that European agriculture is more dependent on chemical sprays than it would have otherwise been, as shown by research at Gottingen University: on average, GMOs have reduced the application of pesticides to crops wherever they have been grown by 37 per cent. So we have missed out on biological solutions and had to stick with chemical ones instead.

If on the other hand genome editing is like mutation breeding, then you can go ahead and plant a crop straight away here with no restrictions. This is, of course, mad, since mutation breeding is more likely (though still very unlikely) to produce an accidentally harmful result even than GMOs, but it’s an older technique and has been used for much of the food you eat, including organic food, and for some reason nobody at Greenpeace objects.

Genome editing is an even more precise and predictable technique than GMOs. It involves no transfer of foreign DNA and the incision is made at a specific location in a genome, not at random. It is clearly the safest of all these three techniques, and so said the European Court’s advocate general in his advice to the court. But in July 2018 the ECJ, being a political entity, decided otherwise and told the commission what it wanted to hear, that it should treat genome-edited plants and animals as if they were GMOs.

There was fury and dismay throughout the laboratories of Europe. There would have been more in Britain if academics had not feared playing into the hands of Brexiteers while remaining was still a possibility. A Canadian biotech professor tweeted that this was a good day for Canada since it removed a competitor continent from the scene. The absurdity is illustrated by the fact that in some cases it is impossible to distinguish a genome-edited variety from a variety bred by hybridisation or lucky selection with the same trait. Stefan Jansson from Umeå University in Sweden put it like this: “Common sense and scientific logic says that it is impossible to have two identical plants where growth of one is, in reality, forbidden while the other can be grown with no restrictions; how would a court be able to decide if the cultivation was a crime or not?”

Brexit therefore offers a fantastic opportunity to do something no European continental competitor is effectively allowed to do, and that will benefit the environment. We have great laboratories here, in Norwich, Nottingham, Rothamsted and Edinburgh among other places. But the private sector of plant biotechnology is all but extinct in Britain and will take some jump-starting.

Twenty years ago there were 480 full-time equivalent, PhD-level, private sector jobs in agricultural biotechnology in this country. Today there are just ten. That is what has happened to that whole sector in this country as a result of the misinformed and misguided green campaign against GMOs. Until politicians signal a sea change, the private sector will shun the UK’s wonderful labs and the breakthroughs will be applied overseas, if at all.

As a new online tool called the Global Gene Editing Regulation Tracker has shown, America, Canada, Argentina, Brazil, Japan and much of the rest of the world are moving towards a nimbler and more rational regulatory approach: namely judging a crop not by the method used to produce it, but by the traits it possesses. If you can make a potato resistant to blight, what matters is whether the potato is safe, not whether it was made by conventional breeding, gamma-ray mutagenesis or genome editing.

In the EU, if you made this potato by gamma-ray mutation breeding, scrambling its DNA at random in a nuclear reactor, the regulations would say: “No problem. Go ahead and plant it.” If you made it by the far more precise method of genome editing, in which you know exactly what you have done and have confined your activities to one tiny bit of DNA, you are plunged into a Kafkaesque labyrinth of regulatory indecision and expense. The House of Lords Science and Technology Committee, on which I sit, recommended we switch to regulation by trait, a few years back but it was not possible before Brexit.

Genome editing can bring not just environmental benefits but animal welfare benefits too. In 2017, scientists at the Roslin Institute near Edinburgh announced that they had genome-edited pigs to protect them against a virus called porcine reproductive and respiratory syndrome, PRRS. They used CRISPR to cut out a short section from the pig gene that made the protein through which the virus gained access to cell. The change therefore denied the virus entry. They did this without altering the function of the protein made by the gene, so the animal grew up to be normal in every way except that it was immune to the disease.

This means less vaccination, less medication and less suffering. What is not to like? (Incredibly, when I mentioned this case in a speech in the House of Lords, a Green Party peer objected that eradicating a disease that causes suffering in pigs might be a bad thing in case it allows a change in pig husbandry techniques. Even Marie Antoinette was never quite that callous.) But commercialising that animal in the UK is currently all but impossible until we change the rules.

Genome-editing technology could revolutionise conservation as well as agriculture. Looking far ahead into much more speculative science, the same scientists at the Roslin who made the virus-resistant pigs are now looking into how to control grey squirrels not by killing them, as we do now, but by using genome editing to spread infertility infectiously through the population, so that the population slowly declines while squirrels live happily into old age.

This technique, called gene drive, could transform the practice of conservation all around the world, especially the control of invasive alien species — the single greatest cause of extinction among birds and mammals today. We could eliminate the introduced mosquitos on Hawaii whose malaria is slowly exterminating the native honeycreeper birds. We could get rid of the non-native rats and goats on the Galapagos which are destroying the habitat of tortoises and birds.

We could get rid of the signal crayfish from America that have devastated many British rivers. For those who worry that gene drive might run riot, there is a simple answer: it can and will be designed in each case to last for a certain number of generations, not forever. And it will be wholly species-specific, so it cannot affect, say, the native red squirrel.

Still more futuristically, genome editing may one day allow the de-extinction of the great auk and the passenger pigeon. To achieve this, we need to take four steps: to sequence the DNA of an extinct species, which we have done in the case of the great auk; to edit the genome of a closely related species in ​the lab, which is not yet possible but may not be far off as genome editing techniques improve by leaps and bounds; to turn a cell into an adult animal, which is difficult, but possible through primordial germ cell transfer, again pioneered at the Roslin Institute; and to train the adults for living in the wild, which is hard work but possible.

Genome editing is also going to have implications for human medicine. Here the European Union is less of a problem, and home-grown regulation is already in good shape: cautious and sensibly applied under the Human Fertilisation and Embryology Authority. Britain has already licensed the first laboratory experiments, at the Crick Institute, on the use of genome editing in human embryos, but this is for research into infertility, not for making designer babies.

There is universal agreement that germ-line gene editing to produce human beings with new traits must remain off-limits and be considered in future only for the elimination of severe disease, not for the enhancement of normal talents. This view is shared around the world: the Chinese rogue scientist He Jiankui, who claims he used CRISPR to make two babies HIV-resistant from birth, was sentenced to three years in prison last December.

In practice, fears about designer babies are somewhat exaggerated. The same issue comes up about once a decade with every new breakthrough in biotechnology. It was raised about artificial insemination in the 1970s, about in-vitro fertilisation in the 1980s, about cloning in the 1990s and about gene sequencing in the 2000s. Indeed, it has been possible to choose or selectively implant sperm, eggs and embryos with particular genes for a long time now and yet demand remains stubbornly low.

Most people do not want to use IVF or sperm donation to have the babies of clever or athletic people, as they easily could, but to have their own babies: the technology has been used almost exclusively as a cure for infertility. Indeed, the more we find out about genomes, the harder it becomes to imagine anybody wanting to, let alone being able to, enhance specific traits in future children by fiddling with genes: there are just too many genes, each with only very small effects, interacting with each other in the creation of any particular behaviour or ability.

Imagine walking into a doctor’s clinic and being presented with a catalogue of expensive genetic changes that could be made to your future baby’s genes, each of which might have a tiny and uncertain effect. The truth is most people do not want to have especially clever or sporty offspring: they want children like themselves.

However, in contrast to germ-line gene editing, somatic genome editing will play a large part in medicine. It is already happening, for example in a process known as CAR-T cell therapy, in which an immune cell is genome-edited so that it will attack a specific tumour, then multiplied and injected back into the body as a form of live drug. If we encourage genome editing in Britain we will be in a position to cure some cancers, enhance agricultural yield, improve the nutrient quality of food, protect crops from pests without using chemicals, eradicate animal diseases, enhance animal welfare, encourage biodiversity and maybe bring back the red squirrel. If we do not, then China, America, Japan and Argentina will still push ahead with this technology and will follow their own priorities, leaving us as supplicants to get the technology second-hand.

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Le nouveau rapport de Greenpeace sur les pesticides induit les consommateurs en erreur

Un nouveau rapport de Unearthed – la plateforme de “journalisme d’investigation” de Greenpeace – affirme qu’une grande partie des pesticides vendus aux agriculteurs sont “très dangereux”. Leurs affirmations sont trompeuses et carrément fausses, et peuvent avoir des conséquences potentiellement mortelles.

En collaboration avec l’ONG Public Eye, Unearthed a recueilli “un énorme ensemble de données de 23,3 milliards de dollars de ventes de produits agrochimiques pour les ventes (sic) de pesticides hautement dangereux (HHP)”. Le titre très médiatisé du rapport : 35% des ventes de pesticides les plus importantes sont des HHP, et donc dangereux pour la santé humaine, les animaux et l’environnement. 

En accord avec le principe politique de Greenpeace d’éliminer progressivement toute utilisation de pesticides, la conclusion du rapport est des plus évidents : il faut interdire ces produits.

Ainsi, avant de nous plonger dans les erreurs fondamentales du rapport de Greenpeace, établissons les règles de base de l’acquisition de preuves scientifiques : faire une observation, poser une question, formuler une hypothèse ou une explication vérifiable, faire une prédiction basée sur l’hypothèse et tester la prédiction.

Greenpeace est un groupe militant qui cherche à interdire l’utilisation de tous les pesticides, puisqu’il soutient de tout cœur l’agroécologie. Il viole donc déjà ces règles en commençant par son hypothèse, et non en établissant une hypothèse et en testant la prédiction.

Greenpeace affirme qu’un tiers des ventes de pesticides les plus importantes sont très dangereuses. C’est tout simplement faux.

Le rapport Unearthed s’appuie sur une liste de pesticides établie par le Pesticides Action Network (PAN), une association d’ONG. Le PAN n’est pas une agence gouvernementale, ni un institut de recherche mandaté ou qualifié pour établir ces listes. En fait, il existe une liste de critères de pesticides hautement dangereux établie par l’Organisation mondiale de la santé (OMS), mais le PAN a appliqué sa propre logique, liée à son activité militante, déformant la réalité des critères officiels.

Par exemple, sa liste inclut le glyphosate – un herbicide classé comme étant sans danger pour l’utilisation par les agences gouvernementales de sécurité alimentaire – alors qu’aucun des critères de l’OMS ne s’applique. L’utilisation de la classification “très dangereux” est totalement arbitraire et trompeuse.

L’objectif de Greenpeace est d’obtenir des gouvernements qu’ils interdisent les herbicides figurant sur la liste. Curieusement, l’agriculture biologique serait également concernée par cette mesure, puisque la liste de PAN comprend la lambda-cyhalothrine, qui fait partie du pyréthroïde, composé organique autorisé par les labels de l’UE pour l’agriculture biologique (25 substances sont autorisées dans l’UE pour le traitement des cultures biologiques).

Une interdiction par les différents gouvernements ou par l’Union européenne dans son ensemble aurait des conséquences désastreuses.

D’une part, elle créerait un précédent scientifique, en interdisant tout composé sans preuve préalable qu’il présente un risque pour la santé humaine ou l’environnement. En fait, cela pourrait facilement déclencher (et a déjà déclenché) une chasse aux sorcières sur des recherches scientifiquement fondées, et impliquerait qu’il faille déformer la réalité au nom de l’idéologie. En outre, une interdiction pourrait perturber la chaîne d’approvisionnement agricole et augmenter les prix pour les consommateurs.

La sécurité alimentaire étant un facteur vital pour le bien-être des pays en développement, la pression de l’UE en faveur de ces interdictions, aura un impact important en Afrique et en Asie (en raison des négociations commerciales) et pourrait s’avérer dévastateur pour les communautés rurales touchées.

Les consommateurs et les producteurs ont besoin d’herbicides pour se protéger contre les espèces envahissantes. Est-il possible de se débarrasser des produits biochimiques sans provoquer des pertes importantes de rendement des cultures ? Oui, mais les technologies telles que l’édition génétique – qui offrent des alternatives prometteuses – sont très limitées en Europe, comme l’ont révélé le Consumer Choice Center et le Genetic Literacy Project dans leur premier index de réglementation de l’édition génétique

Si les autorités politiques choisissent d’interdir ces produits biochimiques, certains agriculteurs pourraient cherché refuge sur le marché noir. Le commerce de pesticides contrefaits est déjà un jeu dangereux auquel se livrent les agriculteurs dépassés par la réglementation, et une véritable menace pour la sécurité des consommateurs. L’Institut interrégional de recherche des Nations unies sur la criminalité et la justice décrit les pesticides illicites comme “une activité lucrative pour le crime organisé et une menace concrète pour la sécurité, le développement, la santé et l’environnement, et qui nécessite par conséquent une réponse urgente des autorités nationales et régionales, ainsi que de la communauté internationale et des Nations unies”.

De nouvelles interdictions aggraveraient ce problème. 

Nous devrions au contraire approuver des herbicides produits et testés en toute sécurité, qui garantissent la sécurité alimentaire et la santé humaine, plutôt que de promouvoir une “recherche” non scientifique au détriment du choix des consommateurs et de la sécurité des pays en développement.


The Consumer Choice Center is the consumer advocacy group supporting lifestyle freedom, innovation, privacy, science, and consumer choice. The main policy areas we focus on are digital, mobility, lifestyle & consumer goods, and health & science.

The CCC represents consumers in over 100 countries across the globe. We closely monitor regulatory trends in Ottawa, Washington, Brussels, Geneva and other hotspots of regulation and inform and activate consumers to fight for #ConsumerChoice. Learn more at consumerchoicecenter.org

Greenpeace’s new pesticides report is misleading consumers

A new report by Unearthed — Greenpeace’s “investigative journalism” platform — claims that a large chunk of pesticides sold to farmers are “highly hazardous”. Their claims are highly misleading and outright wrong, and can have potentially life-threatening consequences.

Together with the NGO Public Eye, Unearthed collected “a huge dataset of $23.3bn agrochemical sales for sales (sic) of highly hazardous pesticides (HHPs)”. The highly mediatised headline coming out of the report: 35% of the top pesticide sales are HHPs, and therefore dangerous to human health, animals, and the environment. 

Combined with Greenpeace’s effort to phase-out all use of pesticides altogether, no wonder that the conclusion from this report is “more bans”.

Thus, before we dive into the fundamental flaw of Greenpeace’s report, let’s establish the basic rules of acquiring scientific evidence: make an observation, ask a question, form a hypothesis or testable explanation, make a prediction based on the hypothesis, and test the prediction.

Greenpeace is an activist group that seeks to ban the use of all pesticides, since it wholeheartedly endorses agroecology, so it already violates these rules by starting with its assumption, not by establishing a hypothesis and testing the prediction.

Greenpeace claims that a third of top pesticide sales are highly hazardous. That is simply untrue.

The Unearthed report relies on a list of pesticides by the Pesticides Action Network (PAN), an association of NGOs. PAN is not a government agency, nor is it a research institute mandated or qualified to establish these lists. In fact, there is a list of criteria of Highly Hazardous Pesticides established by World Health Organization (WHO), but PAN applied its own spin, distorting the reality of official criteria.

For instance, its list includes glyphosate — a herbicide classified as safe for use by government food safety agencies — despite none of the WHO criteria applying. Using the classification of “highly hazardous” is completely arbitrary and thoroughly misleading.

Greenpeace’s aim is to get individual governments to outlaw the listed herbicides. Curiously, organic farming would be affected by this as well, since PAN’s list includes, Lambda-Cyhalothrin, which is part of the organic compound pyrethroid, which is allowed under the EU labels for organic agriculture (25 substances are allowed in the EU to be used in the treatment of organic crops).

Bans by individual governments or the European Union as a whole would have far-reaching consequences.

On one hand, it would set the precedent that any compound can be outlawed without prior scientific evidence that finds it to be a risk to human health or the environment. In fact, this could easily trigger (and has already) a witch-hunt on scientifically sound research, and distort reality for the sake of ideology. Furthermore, a ban could trouble the agricultural supply chain, and increase prices for consumers.

As food security is a vital factor in the well-being of developing countries, EU pressure for different food standards in Africa and Asia (through trade negotiations) would be devastating for affected rural communities.

The bottom line is this: consumers and producers need herbicides to protect against invasive species. Is it possible to rid one’s self of biochemicals without sacrificing major losses in crop yield? Yes, but technologies such as gene-editing – which offer promising alternatives – are highly restricted in Europe, as the Consumer Choice Center and the Genetic Literacy Project have revealed in their first gene-editing regulation index

If farmers are restricted from using these products, they will seek refuge in the black market. The trade in counterfeit and bootlegged pesticides is already a dangerous game played by farmers who are overburdened by regulation, and a real threat to consumer safety. The United Nations Interregional Crime and Justice Research Institute describes illicit pesticides as “a lucrative activity for organized crime and a concrete threat to security, development, health and the environment, and consequently require urgent response from the national and regional authorities, as well as the international community and the United Nations.”

Further bans would increase this problem. 

We should rather endorse safely produced and tested herbicides that guarantee food security and human health, rather than promote unscientific “research” at the back of consumer choice and the security of developing nations. 


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East Africa’s #Locust plague shows we need an honest conversation about Pesticides

Devastating locust plague has hit East Africa, with swarms of insects covering an area the size of Moscow. In desperation towards this pest, farmers and police in countries like Kenya and Ethiopia are using every tool available, ranging from pesticides to flamethrowers and even machine guns. Their desperation is real and justified: with large amounts of crops eaten by the hungry insect, the entire region could see a life-threatening food security disaster

The invention of pesticides has solved this problem in practically every other region of the world, and officials should be keen to look to technology, not flamethrowers to deal with this.

These types of pests have previously hit other areas of the world.

In 2015, such a scourge reached Russia, causing the destruction of 10% of its crops after a monstrous attack by thousands of locusts. Standing by their fields, farmers were ruined and desperate. Their losses were enormous. Later, consumers faced rising prices, hitting low-income households the hardest.

Through pesticides, however, modern chemistry has given us the tools to defend ourselves against plagues on our fields and in our cities. Instead of losing a large part of our yields of crops, these products have guaranteed us greater food security. That should be championed.

But in today’s mantra, pesticides are considered undesirable. It goes without saying that a pesticide requires professional and precise use, and certainly not all farmers have been equally rigorous. The general demonisation of all pesticide use has thus failed to deliver an intelligent or even environmentally friendly policy.

Abandoning the use of pesticides completely has ruinous effects.

Over in the Netherlands, the Pest Advice and Knowledge Centre warns in major newspapers that new rat infestations are imminent as the country prepares to restrict the use of rat poison from 2023 onwards. It has already been banned in outdoor areas, but now indoor use will also be banned, as RTL Nieuws reports.

The rat invasion in Paris tells a similar story. In January 2018, the government launched a 1.7 million euro anti-rat campaign to reduce the number of disease-ridden rodents. A total of 4,950 anti-rat operations took place between January 2018 and July 2018 compared to 1,700 the previous year. Not only have these efforts failed, they have also fallen short of appeasing those who desire no human effect on the environment around us. An online petition denouncing the “rat genocide” and calling for an end to the exterminations was widely circulated. It collected 26,000 signatures.

But we cannot allow a rat infestation. If we strive for healthy cities, we cannot have our homes and streets “shared” with rats. Otherwise the consequences of our inaction will lead to considerable health problems. The same applies to other species.

A study by researchers in Biology Letters, including French researcher Céline Bellard PhD, showed in 2016 that alien or invasive species are the “second most common threat” associated with the extinction of animals and wildlife since AD 1500. And for at least three of the five different animal species examined, these invasive species are the number one killer.

This is a significant problem in the European Union. The EU suffers €12 billion worth of damage each year due to the effects of these plagues on human health, damaged infrastructure and agricultural losses.

According to a report from 2015, 354 species are at significant risk, including 229 animals, 124 plants and 1 fungus. Invasive species include Spanish slugs, the bacterium xylella fastidiosa, and the Asian long-horned beetle. The traditional reader will have no direct concept of what they look like, and since there are no domestic equivalents, there will probably be no petition by activists either.

Farmers in Africa should not be scared into giving up all pesticides, as controlled use is essential for a productive agricultural system and a viable ecosystem.

Education is therefore key. Prudence about pesticides cannot and must never become an ideological obsession. Controlled, scientifically based use of pesticides remains an absolute necessity for our farmers and cities. If we fail to understand this crucial fact, we will become our own pest.

Originally published here.


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Nous avons besoin de pesticides contre les espèces invasives

Avec toutes les tendances politiques demandant une absence complète de pesticides, rappelons-nous des pestes qu’il faut que nous évitons. Beaucoup de ces pestes représentent de vraies urgences pour notre système alimentaire.

Les espèces invasives sont des plantes et des animaux qui sont amenés dans un nouvel habitat et qui intimident les espèces indigènes au point où beaucoup ne peuvent pas survivre. Elles sont généralement plus robustes, plus exigeantes et se reproduisent beaucoup plus rapidement. Rien de neuf, rien d’inconnu. Il s’avère que le concept d’un fléau d’insectes est même un des symptômes les plus dévastateurs de la colère de Dieu dans la bible.

Dans le livre biblique de l’Exode, le huitième fléau que Yahvé inflige à l’Égypte est celui des sauterelles : “Elles couvraient la surface du sol jusqu’à ce que le sol en soit noirci. Elles dévorèrent toute la verdure du pays et tous les fruits des arbres que la grêle avait laissés. Il ne restait plus de verdure sur aucun arbre ou plante des champs dans tout le pays d’Egypte.”

En 2015, un tel fléau avait atteint la Russie, qui avait enregistré la destruction de 10% des récoltes aprèsune attaque monstrueuse par des milliers de sauterelles. Devant leur champs, des agriculteurs ruinés et désespérés. Leurs pertes sont énormes. Plus tard, des consommateurs confrontés avec des prix à la hausse, effet le plus bouleversant pour les ménages à faible revenu.

Se défendre contre les pestes

A travers les pesticides, la chimie moderne nous a donné les outils pour nous défendre contre les pestes sur nos champs et dans nos villes. Au lieu de perdre une grande partie de nos rendements, comme le souffraient nos ancêtres, ces produits nous ont garantis une plus grande sécurité alimentaire. De nos jours, les pesticides sont considérés comme indésirables. Certes, un produit chimique délicat nécessite une utilisation professionnelle et précise, et certainement pas tous les agriculteurs ont fait preuve de la même rigueur. Ceci dit, la démonisation générale de toute utilisation de pesticide ne revient pas à une politique intelligente ou même bon pour l’environnement.

Aux Pays-Bas, le Centre de connaissances et de conseils sur les animaux nuisibles avertit dans les principaux journaux que de nouvelles infestations de rats sont imminentes alors que le pays s’apprête à restreindre l’utilisation de la mort-aux-rats à partir de 2023. Il a déjà été interdit dans les zones extérieures, mais désormais l’utilisation à l’intérieur sera également interdite, comme l’indiqueRTL Nieuws.

L’invasion des rats à Paris nous en dit des mots. En janvier 2018, le gouvernement avait lancé une campagne anti-rats de 1,7 million d’euros pour réduire le nombre de rongeurs gênants. Un total de 4950 opérations anti-rats ont eu lieu entre janvier 2018 et juillet 2018 contre 1700 l’année précédente. Non seulement ces efforts ne se sont pas prouvés efficaces, ils n’ont pas non plus réussi à apaiser ceux qui désirent aucun effet humain sur l’environnement qui nous entoure. Une pétition en ligne dénonçant le “génocide des rats” et demandait la fin des exterminations. Ellea recueilli 26 000 signatures.

La réalité est aussi gênante que les gênants: nos villes ne sont pas à “partager” avec les rats, car sinon les conséquences de notre inaction mèneront à des problèmes de santé considérables. La même chose s’appliquent à d’autres espèces.

Des dommages annuels d’une valeur de 12 milliards d’euros

Une étude des chercheurs dans Biology Letters, dont la Français Céline Bellard PhD, a montré en 2016 que “les espèces exotiques sont la deuxième menace la plus courante associée aux espèces qui ont complètement disparu depuis l’an 1500”. Ils ajoutent: “Les espèces exotiques sont répertoriées comme ayant contribué à l’extinction de plus de la moitié de toutes les espèces de nos analyses, et de près des deux tiers des vertébrés.”

Dans l’Union européenne, ce problème est important. L’UE subit des dommages annuels d’une valeur de 12 milliards d’euros en raison des effets de ces pestes sur la santé humaine, des infrastructures endommagées et des pertes agricoles. Selonun rapport de l’année 2015, 354 espèces sont ainsi menacées: 229 animaux, 124 plantes et 1 champignon. Les espèces invasives incluent: les limaces espagnoles, la bactérie xylella fastidiosa, ou la longicorne asiatique. Le lecteur traditionnel n’aura aucun concept direct à quoi ils ressemblent, et puisqu’il n’y d’équivalences domestiques, il n’y aura probablement pas de pétition non plus.

La prudence envers les pesticides ne peut et ne doit jamais devenir une obsession idéologique. L’utilisation contrôlée, et scientifiquement basée restent une nécessité absolue pour nos agriculteurs et nos villes. Si nous arrivons pas à comprendre ce fait crucial, nous deviendrons notre propre fléau.

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German minister endorses gene-editing technology

Federal Minister of Food, Agriculture and Consumer Protection Julia Klöckner revealed her hopes for farmers to access genome-editing as a means of innovation in agriculture and the climate opportunities that it could deliver.

Analyst Bill Wirtz welcomed the announcement as positive news for consumers: “Gene-editing technologies such as CRISPR represent an enormous opportunity in the realm of medicine and agriculture. Governments around the globe should take their clues from the German minister, who shows that there remains an openness to scientific innovation in Europe,” he urged. “Agro-tech innovation, reducing land and water use while increasing crop yield, is essential in a climate-changing world.

“Gene-editing already offers multiple advantages to plant-breeding,” he continued. “For example, by creating allergen-free foods we could create immense change for people affected by potentially life-threatening allergies.”

As reported on thescottishfarmer.co.uk, on July, 25 the European Commission registered the Citizens’ Initiative ‘Grow scientific progress: crops matter!’ Amongst the initiators are German students. They argue in the description of the initiative that EU Directive 2001/18/EC is outdated, and suggest an automatic mechanism to review it.

Originally published here.


GO TO THE GENE EDITING REGULATION INDEX


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GLP Releases Global Gene Editing Regulation Tracker and Index

The Genetic Literacy Project has developed two interactive tools that track and index gene editing and gene editing regulations worldwide, helping to illuminate how regulations can encourage or hinder innovation.

The Global Gene Editing Regulation Tracker and Index sum up gene editing regulations in the field of agriculture, medicine, and gene drives per country, giving a picture of each country’s regulatory timeline, and indicate which products and therapies are in the pipeline. Another important feature of the tracker is the information on the reaction of gene editing critics, as well as the scientist and public interest groups that are pushing to give the technology a chance.

The Gene Editing Regulatory Index, developed by GLP in partnership with Consumer Choice Center, serves as a companion tool with the tracker as it turns the information from the tracker into a quantifiable index for comparing data among countries. It can be used to show which countries are being more or less conservative in terms of regulations.

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GO TO THE GENE EDITING REGULATION INDEX


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