Schluss mit der Lufthansa-Republik: Berliner und Stuttgarter haben lange genug gewartet!

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Consumer Choice Center fordert Bundesregierung auf, zusätzliche Langstreckenflüge nach Berlin und Stuttgart endlich zu erlauben


Berlin, 10. Juni 2026 — Das Consumer Choice Center fordert die Bundesregierung auf, zusätzliche Langstreckenverbindungen nach Berlin und Stuttgart endlich zu ermöglichen und die überholte Schutzpolitik zugunsten der Lufthansa-Drehkreuze Frankfurt und München zu beenden.
Auslöser ist die erneute Bereitschaft von Emirates, Berlin und Stuttgart täglich mit Großraumflugzeugen anzufliegen. Damit könnten Reisende, Verbraucher, Unternehmen und Exportbetriebe in Ostdeutschland und im Südwesten direkter an Asien, Australien, Afrika und den Nahen Osten angebunden werden. Stattdessen blockieren politische Regeln und ein antiquiertes Verständnis deutscher Luftverkehrspolitik seit Jahren mehr Wettbewerb, bessere Verbindungen und echte Wahlfreiheit.

„Deutschland ist ein föderales Land – aber seine Luftverkehrspolitik wird behandelt, als gäbe es nur Frankfurt und München”, sagt Fred Roeder Geschäftsführer des Consumer Choice Centers. „Berlin ist die Hauptstadt eines der größten Industrieländer der Welt, Stuttgart ist das Herz einer exportstarken Wirtschaftsregion. Dass beide Regionen bei Langstreckenverbindungen politisch ausgebremst werden, ist ein Armutszeugnis für Standortpolitik und Verbraucherwahl.”

Während renommierte internationale Fluggesellschaften bereitstehen, mehr Direktverbindungen anzubieten, müssen Reisende aus Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern sowie aus Baden-Württemberg weiterhin zeitraubende Umwege über Lufthansa-Drehkreuze in Kauf nehmen. Das ist weder verbraucherfreundlich noch wirtschaftspolitisch klug.

„Das jahrzehntelange Lobbying, möglichst viel Verkehr über Frankfurt und München zu lenken, darf nicht länger Maßstab deutscher Luftverkehrspolitik sein”, so Roeder. „Die Bundesregierung muss entscheiden, ob sie Wettbewerb, Wahlfreiheit und föderale Fairness will — oder ob sie weiter eine Art luftverkehrspolitischen Bestandsschutz für Lufthansa betreibt.”

Besonders absurd ist die Lage, weil Reisende gleichzeitig immer schlechter auf die bestehenden Drehkreuze angewiesen sein können. Innerdeutsche Flugverbindungen werden reduziert, Kurzstreckenangebote werden konsolidiert, und die Deutsche Bahn bleibt im Fernverkehr weit von der Zuverlässigkeit entfernt, die Geschäftsreisende, Familien und internationale Gäste brauchen. Wer aus Berlin oder Stuttgart erst nach Frankfurt oder München reisen muss, verliert Zeit, Flexibilität und Planbarkeit.

„Wenn die Politik weniger innerdeutsche Flüge will, dann muss sie im Gegenzug mehr direkte internationale Verbindungen außerhalb der klassischen Drehkreuze ermöglichen”, sagt Roeder. „Man kann Reisende nicht gleichzeitig auf die Bahn verweisen, eine desolate Pünktlichkeitsbilanz hinnehmen und ihnen dann zusätzliche Langstreckenflüge vor der Haustür verweigern.”

Das Consumer Choice Center fordert die Bundesregierung daher auf:

  1. zusätzliche Verkehrsrechte für Langstreckenflüge nach Berlin und Stuttgart zu ermöglichen;
  2. bilaterale Luftverkehrsabkommen im Sinne von Wettbewerb und Verbrauchern zu modernisieren;
  3. regionale Wirtschaftsräume in Ostdeutschland und Baden-Württemberg nicht länger zugunsten bestehender Hub-Strukturen zu benachteiligen;
  4. Luftverkehrspolitik nicht als Schutzinstrument für einzelne Anbieter, sondern als Infrastrukturpolitik für Verbraucher, Unternehmen und Regionen zu verstehen.

Mehr Wettbewerb im Luftverkehr bedeutet nicht weniger Souveränität, sondern mehr Wahlfreiheit. Wer Verbindungen auf wenige Drehkreuze konzentriert, macht Reisende abhängiger, nicht unabhängiger. Wer dagegen Berlin, Stuttgart und andere starke Regionen direkt an die Welt anschließt, stärkt Verbraucher, Unternehmen, Tourismus und den Standort Deutschland.

„Die Bundesregierung muss endlich die Handschellen lösen”, so Roeder. „Berlin und Stuttgart brauchen keine weitere Runde Ausreden, sondern Landerechte. Deutschland darf nicht länger ein föderaler Staat am Boden und ein zentralistischer Staat in der Luft sein.”

– ENDE – 

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