
Wiener Taximarkt: Während London autonom fährt, reguliert Wien den Wettbewerb weg
Wien/Österreich. Seit Monaten demonstrieren Wiener Taxiunternehmen und -fahrer für Änderungen der aktuellen Marktregeln. Im Zentrum der Debatte steht unter anderem das sogenannte Preisband, das einen begrenzten Spielraum für Fahrpreise ober- und unterhalb des behördlich festgelegten Taxitarifs vorsieht. Während Teile der Branche die Abschaffung dieses Spielraums und einheitliche Tarife für alle Anbieter fordern, fordert das Consumer Choice Center einen grundsätzlichen Perspektivwechsel: Weg von weiteren Eingriffen in den Wettbewerb, hin zu mehr Innovation, Verbraucherfreiheit und einem offenen Mobilitätsmarkt.
Jens Teutrine, DACH-Beauftragter des Consumer Choice Center, erklärt:
„Während in London bereits die ersten Robotaxis mit künstlicher Intelligenz auf den Markteinsatz vorbereitet werden, diskutiert man in Wien noch über staatlich vorgegebene Fahrpreise. Wer heute den Wettbewerb einschränkt, riskiert, dass die Mobilitätsinnovationen von morgen anderswo entstehen. Wien sollte sich als Standort für neue Mobilitätstechnologien positionieren, statt sich an überholte Regulierungen zu klammern. Wenn von fairen Wettbewerbsbedingungen die Rede ist, dann darf das nicht bedeuten, innovative Angebote künstlich an bestehende Geschäftsmodelle anzugleichen. Echter Wettbewerb entsteht dort, wo unterschiedliche Anbieter mit unterschiedlichen Konzepten um die Gunst der Verbraucher werben können. Dazu gehört auch die Freiheit, Preise selbst festzulegen. Die Politik sollte nicht entscheiden, welcher Preis für eine Fahrt richtig ist, sondern dafür sorgen, dass Verbraucher zwischen verschiedenen Angeboten wählen können.“
Teutrine appelliert an die Wiener Stadtpolitik und zuständigen Entscheidungsträger:
„Es ist an der Zeit, den Wiener Taximarkt von staatlichen Preisvorgaben und unnötigen Marktbeschränkungen zu befreien. Gleiche Regeln für alle dürfen nicht zum Vorwand werden, um Wettbewerb zu verhindern und Innovation auszubremsen. Für Fahrgäste zählen Verfügbarkeit, Qualität und der beste Preis – nicht die Frage, welches Geschäftsmodell von der Regulierung bevorzugt wird. Gerade digitale Plattformen haben gezeigt, dass neue Technologien den Markt transparenter und kundenfreundlicher machen können. Mit autonomen Fahrzeugen steht bereits die nächste Innovationswelle bevor. Wenn Wien auch künftig zu den führenden Mobilitätsmetropolen Europas gehören will, muss die Politik den Mut haben, mehr Wettbewerb zuzulassen, statt bestehende Marktstrukturen weiter zu schützen. Die Mobilität der Zukunft entsteht nicht durch staatliche Preisvorgaben, sondern durch Innovation, technologische Offenheit und echte Wahlfreiheit für Verbraucher.“
Medienanfragen und Fragen können gerichtet werden an:
DACH-Beauftragter CCC, Jens Teutrine
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Über das Consumer Choice Center:
Das Consumer Choice Center (CCC) ist eine gemeinnützige Organisation, die 2017 gegründet wurde und sich in über 100 Ländern für Verbraucherfreiheit einsetzt. Im Fokus stehen evidenzbasierte Politik, gesunder Wettbewerb und offene Märkte. Das CCC thematisiert insbesondere Marktbeschränkungen, Verbote und übermäßige Regulierung, die die Entscheidungsfreiheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern einschränken, zu höheren Preisen führen und Innovationen hemmen.
Mehr Informationen unter: consumerchoicecenter.org