Pressemitteilung: Neuer Wettbewerber für die Deutsche Bahn – gut für Verbraucher

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Consumer Choice Center begrüßt Einstieg von Italo in den deutschen Fernverkehr

Der italienische Hochgeschwindigkeitszugbetreiber Italo plant den Einstieg in den deutschen Fernverkehr. Vorgesehen sind unter anderem tägliche Verbindungen mit Hochgeschwindigkeitszügen der Velaro-Produktfamilie von Siemens zwischen München, Köln und Dortmund sowie zwischen München, Berlin und Hamburg.

Dazu erklärt der DACH-Beauftragte der Verbraucherorganisation Consumer Choice Center, Jens Teutrine:

„Mehr Wettbewerb auf der Schiene ist eine gute Nachricht für Bahnreisende. Seit Jahren sinkt die Zufriedenheit vieler Kunden mit der Deutschen Bahn. Ein neuer Anbieter kann helfen, Preise zu senken, den Service zu verbessern und das Angebot attraktiver zu machen. Die Erfahrungen aus Italien zeigen: Wettbewerb funktioniert. Wettbewerb belebt das Geschäft. Der Markteintritt von Italo hat dort auch den früheren Monopolisten Trenitalia unter Druck gesetzt und das Bahnfahren insgesamt verbessert.“

Nach Angaben der Verbraucherorganisation hat sich in Italien seit dem Einstieg des privaten Anbieters im Jahr 2012 das Angebot im Hochgeschwindigkeitsfernverkehr mehr als verdoppelt. Gleichzeitig seien die Fahrpreise um rund 40 Prozent gesunken. Auch in Spanien, wo mittlerweile drei Anbieter im Hochgeschwindigkeitsverkehr konkurrieren, seien die Fahrgastzahlen seit 2021 deutlich gestiegen, während die Preise gesunken seien.

Im aktuellen „European Railway Station Index 2025“ des Consumer Choice Center schneiden deutsche Bahnhöfe wie München und Dortmund auch wegen hoher Verspätungszahlen im europäischen Vergleich schlechter ab. Nach Ansicht der Verbraucherorganisation kann mehr Wettbewerb dazu beitragen, Qualität und Pünktlichkeit im deutschen Bahnverkehr zu verbessern.

Italo hat bereits eine deutsche Gesellschaft gegründet, eine Verkehrslizenz erhalten und arbeitet derzeit an der notwendigen Sicherheitszertifizierung. Der Einstieg in den deutschen Fernverkehr ist ab April 2028 geplant und mit milliardenschweren Investitionen verbunden.

Abschließend warnt Jens Teutrine vor möglichen Wettbewerbshemmnissen im deutschen Bahnmarkt:

„Neue Anbieter dürfen nicht benachteiligt werden. Die DB InfraGO als Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn muss bei der Trassenvergabe fair und diskriminierungsfrei handeln. Bahnreisende profitieren nur dann von besserem Service und mehr Auswahl, wenn echter Wettbewerb auf der Schiene möglich ist. Die Deutsche Bahn sollte den Wettbewerb als Chance verstehen. Wer Verbraucher mit Qualität, Service und Pünktlichkeit überzeugt, wird sich am Ende durchsetzen. Auch zusätzliche Einnahmen aus der Trassenvergabe können durch Investitionen letztlich Zugreisenden zugutekommen.“

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