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Science

Nutri-Score: Deutschland sollte Frankreich nicht imitieren

Die Bundesregierung befürwortet die Einführung der französischen “Nutri-Score”. Dieses Label hilft Verbrauchern wenig und wirft mehrere problematische Fragen auf. Im April berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden, dass 53 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland im Jahr 2017 übergewichtig waren. Prompt folgten Ideen aus Politik und Gesellschaft, wie man dieses Problem beheben könnte. Die Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) meint derweilen, dass das französische Modell des “Nutri-Score” eine adäquate Lösung darstellt.

Dieses Label wurde 2017 von der französischen Gesundheitsbehörde eingeführt und ist für Lebensmittelhersteller (noch) nicht verpflichtend. Wer die französische Politik allerdings kennt, der versteht schnell, dass solche Initiativen nur sehr kurz freiwillig sind, bevor die Regierung in Paris es zu allgemeiner Pflicht erklärt. Das System ist grundsätzlich überschaubar und gibt Verbrauchern Auskunft über den Nährwert eines Produktes auf einer Skala von A bis E (A wäre in diesem Fall positiv) und den Farben Grün bis Rot.

Eine Verbraucherumfrage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, die im Juli vorgestellt wurde, zeigt, dass Verbraucher den Nutri-Score bevorzugen, so heißt es zumindest auf der Internetseite des Ministeriums. Eine ähnliche Forsa-Umfrage wurde im August veröffentlicht, sie war von der Nichtregierungsorganisation “Foodwatch” in Auftrag gegeben worden. Auch hier hieß es, dass die meisten Verbraucher für den Nutri-Score wären. Interessant ist allerdings die Tatsache, dass die Forsa-Umfrage nicht eindeutig erklärte, dass dieses Label bald zur Pflicht werden würde.

Dies ist aber immer noch besser als die Umfrage der Bundesregierung, in der es nicht einmal möglich war, den Nutri-Score abzulehnen. Hier wurde nur erkundet, wie Verbraucher den Score wahrnehmen und interpretieren. Schlussfolgerung des Ministeriums auch in der Überschrift: “VerbraucherInnen wollen Nutri-Score”.

Wissen diese Verbraucher, dass der Nutri-Score nichts darüber aussagt, ob ein Lebensmittel gesund oder ungesund ist? Schwer vorstellbar, da die Regierung dies nur tief im Kleingedruckten versteckt hat. Denn wer Kalorienanzahl sowie günstige und ungünstige Nährstoffe miteinander verrechnet, erhält dadurch nicht grundsätzlich einen gesunden Mix für die tägliche Ernährung. Außerdem können sich Lebensmittelunternehmen den Berechnungen des Nutri-Score so anpassen, dass Verbraucher in die Irre geführt werden.

Ob dies bei der Umstellung der Ernährung hilft, ist fraglich. So kann “Vollkornbrot” industriell mit Ballaststoffen angereichert werden, um eine bessere Punktzahl zu erhalten, ohne deshalb gesünder zu sein. Ebenso wenig kann die Reduzierung von Fetten und deren Ersatz durch Kohlenhydrate – insbesondere raffinierte Kohlenhydrate – oder Zucker durch synthetische Süßstoffe als ein Fortschritt im Kampf gegen Fettleibigkeit und die damit verbundenen Krankheiten angesehen werden. Die kanadische Ernährungspsychologin Noémie Carbonneau meint dazu: “Es ist sehr gefährlich, eine zweiteilige Sichtweise auf Essen zu haben und zu sagen: Es ist gut oder nicht gut.”

Die Politisierung der Wissenschaft macht durch den Nutri-Score auch bei Lebensmitteln keinen Halt. Französischer Käse, der anfänglich ein “E” bekam, wurde kürzlich auf mysteriöse Weise vom zuständigen Ministerium ernährungstechnisch hochgestuft. Andere Käsesorten, beispielsweise Frischkäse, wurden auf einmal gar nicht mehr als Käse anerkannt.

Die einzige Peer-reviewte Studie zu diesem Thema (International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity, 2016) kommt zu dem Schluss, dass Verbraucher durch das Nutri-Score-Modell nicht gesünder äßen und in den meisten Produktkategorien (Süßes, Nudeln, Fleisch etc.) die Auswahl kaum variiert. Doch die Probleme des Nutri-Score sind weitreichender als dieses Missverständnis. Das System berücksichtigt nur eine sehr begrenzte Anzahl von Nährstoffen (Salz, Zucker, gesättigte Fette, Ballaststoffe und Frucht-/Gemüsegehalt) und ignoriert andere. Sogar Olivier Andrault vom französischen Verbraucherverband UFC, der den Nutri-Score positiv sieht, erklärt: “Der Nutri-Score ist nicht vollständig, da er das Vorhandensein von Zusatzstoffen oder Transfettsäuren nicht berücksichtigt und die Häufigkeit, mit der Produkte aufgrund ihrer Bewertung konsumiert werden können, nicht eindeutig angibt.”

Allgemein sollte man sich in Acht nehmen, wenn der Staat das Ernährungsmodell der Bürger definieren will. Wer erinnert sich nicht an die fehlgeschlagene Lebensmittelpyramide? Diese farbenfrohe dreieckige Form aus den Seiten unserer Schulbücher – Bilder von einer Milchtüte, einer Hühnerkeule und grünen Brokkolistengeln. Pflichtbewusst studierten wir diese “Bausteine einer gesunden Ernährung” und schworen, täglich unsere drei Portionen Milchprodukte sowie viel Brot, Reis und Nudeln zu uns zu nehmen, um die Grundlage für unsere gesunde Ernährung zu schaffen. Heute wissen wir es besser: Die Lebensmittelpyramide basiert nicht nur auf falschen Annahmen, sondern die Einhaltung ihrer Vorschriften kann tatsächlich schädlich sein und zu einer ungesunden Ernährung führen.

Bundesministerin Julia Klöckner reagiert mit dem falschen Modell auf das sehr reale Problem des Übergewichts in Deutschland. Sie sollte auf mehr Bewegungsanreize setzen statt auf staatliche Ernährungsmodelle.

For the New Year: Some Fresh Thoughts on How to Tackle High Drug Prices

Some thoughts for 2020 what we need to do in order to tackle high drug prices.

Urine testing for pesticides: new dodgy science straight out of France

Policy analyst Bill Wirtz says, a new technique of bogus science is making its rounds in Europe — and is setting a problematic precedent for upcoming scientific innovations.

If you’ve never heard of “glyphosate pissers,” then picking up French newspapers will take you on a wild ride. As the glyphosate debate captivatestalking heads in Europe – a saturated amount of activists in lieu of scientists – French environmentalists have taken their assassination of the weedkiller one step further.

Since April 2018, 5,500 farmers have found glyphosate in their urine at levels above the average allowed in drinking water, which is 0.1 na/ml. “Only three participants scored below this average,” a 66-year-old environmentalist activist told the French newspaper Libération. These activists have convinced French farmers that there could potentially be big money in the effort to sue pesticide producers. Nothing could be more appealing than trying to replicate million-dollar lawsuits as those scraped together in the United States.

Over 1,500 complaints of “glyphosate pissers” have been filed for “endangering the lives of others,” “aggravated deception” and “environmental damage”.

A few hundred Euros, the environmentalists who organise these lawsuits say, would cover both the costs of the lab testing “and the presence of a bailiff to certify the results,” since nothing screams unbiased scientific research more than bringing your lawyer to the lab. On its website, the French campaign group “Campagne glyphosate” says that 100% of the tests have tested positive for glyphosate. No risks at all, dear farmers, just sign here.

If the 100% figure rings a bell, then you’d be right in feeling reminded, as Gil Rivière-Wekstein, editor of the French agriculture media outlet “agriculture & environment” points out in an editorial.

In June 2015, the German Green Party had 16 samples of breast milk analysed in Germany, with 100% positive results for glyphosate. The story was in the news across the Rhine, triggering a wave of panic among breastfeeding mothers. Curious.

Shortly after that, 2000 urine samples from German citizens were analysed as part of the “Urinale,” a campaign led by the anti-pesticide association Bürgerinitiative Landwende. This time, 99.6% of the results were positive. So close, yet so far.

In May 2016, the Green Group in the European Parliament had the urine of 48 MEPs (Members of the European Parliament) tested, again with 100% positive results. Shocking.

In March 2017, 27 urine samples were analysed from Danish mothers and children, again with 100% positive results. You get the gist.

Heavily involved in the current tests is a research lab called BioCheck, based in Germany and founded in 1997 by Monika Krüger. Madame Krüger is herself an anti-pesticide activist. Not necessarily the right pre-condition for a sound and objective researcher.

In fact, their results have already been debunked. Remember the 16 samples of breast milk that were 100% contaminated? The German Federal Institute for Risk Assessment (BfR) affirmed that there was no evidence whatsoever that proved that glyphosate levels in breast milk were above the legal limits. The two independent studies that the BhR commissioned were put together in an article for the Journal of Agricultural and Food Chemistry. They used liquid chromatography coupled with mass spectrometry (LC-MS/MS) or gas chromatography coupled with mass spectrometry (GC-MS/MS) – processes that are, according to the risk assessment institute, 10 times more trustworthy than regular tests for detecting pesticides, and 75 times more trustworthy than those used by BioCheck. 

BioCheck had been employing the ELISA test to reach its conclusions. This enzyme-linked immunosorbent assay is a test that detects and measures antibodies in your blood. The German Federal Institute for Risk Assessment said that detecting glyphosate in itself is a fundamentally complicated endeavour, and that the ELISA is not an adequate way of going about finding it. Marcel Kuntz, Research Director at the CNRS (Centre national de la recherche scientifique) in Grenoble, also confirms that ELISA not an accurate test to detect pesticides.

That’s probably why BioCheck charged a mere €75 for their urine tests. You always get what you pay for.

Headlines like “Results of Glyphosate Pee Test Are in ‘And It’s Not Good News” have already been written and published, without retraction, so what’s the big deal? The problem is that we are looking at a thorough perversion of the scientific method. 

In easy swipes, years of technological innovation in agriculture are thrown overboard for the convenience of political ideologues. We know that glyphosate is safe: when looking through the scientific literature, we see that it is a herbicide that is safe to use, and necessary for modern agriculture. Scare stories about “toxic residues” in our body are supposed to make us anxious and suspicious, with unfortunate success. Many governments are succumbing to the pressure, and have introduced bans products at the expense of both farmers and consumers.

To these activists, re-considering more exhaustive testing isn’t of interest. They would rather pursue fanatic unproven convictions for special interests to use in the world of lawsuits. That’s a shame.

Originally published here.


The Consumer Choice Center is the consumer advocacy group supporting lifestyle freedom, innovation, privacy, science, and consumer choice. The main policy areas we focus on are digital, mobility, lifestyle & consumer goods, and health & science.

The CCC represents consumers in over 100 countries across the globe. We closely monitor regulatory trends in Ottawa, Washington, Brussels, Geneva and other hotspots of regulation and inform and activate consumers to fight for #ConsumerChoice. Learn more at 
consumerchoicecenter.org

Le BREXIT une chance pour la science britannique ?

Science: Avec la victoire triomphale de Boris Johnson, le Royaume-Uni se dirige irrémédiablement vers une sortie de l’Union européenne. Alors que certains scientifiques britanniques semblent catastrophés, d’autres y voient une opportunité pour plus de liberté.

Scientists for EU est une association militante de scientifiques britanniques fondée en 2015 par Mike Galsworthy (1) et Rob Davidson dans l’optique de faire campagne pour maintenir le Royaume-Uni dans l’UE. Sur leur site internet (2), ils n’hésitent pas à annoncer la couleur : « La science est vitale pour l’économie et la qualité de vie du Royaume-Uni. La science est également au cœur des défis sociaux mondiaux auxquels nous sommes tous confrontés. Nous pensons que nous pouvons faire beaucoup plus de bien pour le Royaume-Uni et le monde au sein de l’UE. »

Malgré la victoire du camp des brexiters, ils continuent de faire campagne et n’ont d’ailleurs pas perdu espoir dans leur cause. Ainsi, sur leur page Facebook, on trouve un mème moquant le Premier ministre Boris Johnson essayant de faire rentrer une « cheville carrée dans un trou de forme ronde » symbolisant ainsi sa tentative de réaliser le Brexit.

Dans la lettre (3) qu’ils avaient publiée dans le Times de 2015, on pouvait lire « Il n’est pas suffisamment connu du public, que l’UE est un trésor pour la science et l’innovation du Royaume-Uni. La liberté de mouvement pour le talent et les ambitieux programmes de financement pour la recherche qui soutiennent la collaboration internationale, mettent le Royaume-Uni dans une position de leader mondial. Ceci a des conséquences sur l’éducation, la formation, les petites entreprises innovantes et le futur de notre économie ». La lettre insiste également sur l’expérience positive qui découle de la collaboration étroite avec la communauté scientifique de l’UE. En conséquence , les signataires renouvellent leur soutien à l’Union, sa direction scientifique et son adhésion à l’UE… On trouve des signataires prestigieux comme l’astronome Lord Rees of Ludlow, Tom Blundell, président du Science Council et co-fondateur d’Astex Therapeutics, Sir Paul Nurse, prix Nobel de physiologie et médecine et Andrea Taroni, éditeur en chef de Nature Physics… pour n’en citer que quelques-uns. Hélas, il ne semble pas que cette initiative ait été entendue des Britanniques ; une question se pose alors sur les conséquences pour la science britannique du Brexit à venir et également pour la science UE.

UN FINANCEMENT PERDANT ?

Au début de l’année 2019, Paul Nurse, un prix Nobel de génétique, a soutenu que le Brexit serait un désastre pour la science britannique (4). Qu’en est-il ? Sur Brexit Myths, un site qui passe en revue les arguments pour et contre le Brexit, on trouve une analyse d’une tribune du Guardian de Matthew Freeman, membre de Scientists for EU, qui affirme que le Royaume-Uni ne peut pas se permettre de perdre la réserve d’argent que représente le financement scientifique de l’UE. La thèse de Freeman étant que l’UE « paie directement une grande partie de la recherche et de l’innovation au Royaume-Uni ; et parce que la science en Grande-Bretagne est performante, il y a un gain financier et scientifique net. » (5) D’après lui, le Royaume-Uni percevrait davantage qu’il contribuerait. Les auteurs du blog remarquent alors que ces sommes évoquées sont insignifiantes par rapport au fait que les Britanniques font partie des plus gros contributeurs au budget de l’UE avec 11,3 milliards de livres et que pour de tels montants le pays pourrait mieux lui-même servir ses propres scientifiques (6).

On conçoit que la question du financement de la recherche représente aujourd’hui un enjeu stratégique. Surtout pour ce qui concerne les projets qui nécessitent des efforts colossaux et où les pays pris individuellement n’ont pas les budgets disponibles. On pense notamment à la recherche spatiale, à l’IA ou encore à la recherche militaire dont les budgets récemment ont battu des records. La question se pose également du devenir de la participation britannique à Horizon Europe, le plan censé prendre la suite d’Horizon 2020, et pour lequel l’UE prévoit d’engager 100 milliards d’euros pour la R&D. Une solution évoquée prévoit que les britanniques deviennent partenaires d’Horizon Europe, mais cela n’est pas garanti. Et il est également envisagé que le gouvernement britannique finance lui-même une transition. Notamment pour les chercheurs dont les travaux à ce jour dépendent de fonds européens. Aussi, si le partenariat avec Horizon Europe n’était pas concrétisé, un rapport (7) prévoit la mise en place d’un programme phare (flagship) de bourses de recherche semblable à celui du Conseil Européen de Recherche, reconnu comme efficace. Reid, un des auteurs du rapport, affirme que la version britannique proposerait « des subventions plus importantes, une durée plus longue et une supervision par les pairs plus rigoureuse ». Une autre idée suggérée consisterait à attirer des chercheurs du monde entier.

On le voit, la question du financement trouble la communauté scientifique britannique, jusque sur la page d’accueil du site de l’incontournable Royal Society : « La Royal Society s’efforce d’obtenir les meilleurs résultats pour la recherche et l’innovation au travers des négociations sur le Brexit et de soutenir les relations continues et d’en créer de nouvelles en Europe et au-delà. » (8)

DES SCIENTIFIQUES LIBÉRÉS DE LEUR CARCAN ?

Et pourtant, les scientifiques britanniques ne sont pas tous des « remainers ». Certains d’entre eux vont même jusqu’à se réjouir de la situation. C’est le cas de Matt Ridley, auteur scientifique à succès, par exemple, qui vient d’intituler une de ses chroniques pour le Times, « L’aversion absurde de l’UE pour le risque étouffe de nouvelles idées » (9). Après avoir affirmé qu’une régulation excessive avait pour conséquence de supprimer les avantages qu’apportaient les nouvelles technologies pour la santé et l’environnement et les politiques protectionnistes, il compare la réglementation de l’UE et celle de l’Organisation Mondiale du Commerce.
Selon lui, le problème de l’Union est qu’elle se base sur le « danger », alors que celle de l’OMC considère le risque global présenté par un produit (10) . En raison de ce distinguo, certaines autorisations sont plus difficiles à obtenir. Tout ceci étant la conséquence de l’adoption d’une version forte du principe de précaution à la suite du traité de Lisbonne. Selon lui, ceci a pour conséquence de créer d’énormes différences avec les standards scientifiques mondialement acceptés et créer des obstacles à l’innovation : « de manière assez ironique, l’application du principe de précaution rendra impossible le développement de certaines technologies qui peuvent améliorer la santé humaine, l’environnement et promouvoir la biodiversité. » Le chroniqueur évoque le cas de l’agriculture européenne, par exemple, où on veut interdire le glyphosate et faire la promotion d’agriculture bio qui emploie des pesticides plus nocifs pour l’environnement. De même l’UE a une réglementation des plus strictes sur les OGM elle l’a transposée récemment aux organismes obtenus par CRISPR.

On comprendra alors que la réglementation UE pénalise la recherche et le développement de solutions technologiques au sein des états membres. Nous nous étions interrogés, il y a peu de temps, sur le fait que l’UE exporte les peurs et doive importer les bénéfices du progrès . Du coup on peut imaginer qu’en quittant ce « corset » les scientifiques britanniques vont pouvoir retrouver une liberté perdue et rejoindre la compétition de la scène scientifique mondiale. Ainsi, comme le remarque Maria Chaplia du Consumer Choice Center, « si le Royaume-Uni choisit de s’éloigner de ces réglementations typiques de l’UE à la suite du Brexit, il pourrait devenir une puissance biotechnologique mondiale tournée vers l’avenir (…). L’approbation de cultures GM résistantes aux ravageurs, par exemple, pourrait économiser environ 60 millions de livres sterling (79 $ millions) par an d’utilisation de pesticides au Royaume-Uni. » (11) Ce qui permettrait un gain considérable pour le consommateur britannique. On peut imaginer que cela peut s’appliquer à bon nombre d’innovations.

La science britannique sortira-t-elle grandie du Brexit ? L’avenir le dira. En attendant, les scientifiques britanniques qui voudraient continuer d’échanger sur la politique scientifique et témoigner de leur expérience restent toujours les bienvenus sur European Scientist.

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(1) https://en.wikipedia.org/wiki/Mike_Galsworthy
(2) http://www.scientistsforeu.uk/about
(3) https://twitter.com/Scientists4EU/status/601811591802269696/photo/1
(4)  https://www.nature.com/articles/d41586-019-00694-w
(5)  The EU “directly pays for much UK research and innovation; and because Britain is scientifically outstanding, there is a net financial as well as scientific gain.”, in https://www.theguardian.com/higher-education-network/2015/may/13/eu-science-funding-the-uk-cannot-afford-to-lose-out-on-this-pot-of-money
(6) The sums involved in Professor Freeman’s science grants pale into insignificance against this figure, from which a substantial quantity of money could be taken to fund British science after Brexit. https://brexitmyths.wordpress.com/2015/05/29/brexit-myth-britain-cannot-afford-to-lose-eu-science-funding/
(7) https://www.nature.com/articles/d41586-019-03444-0
(8) https://royalsociety.org/topics-policy/projects/brexit-uk-science/
(9) https://www.thetimes.co.uk/article/the-eus-absurd-risk-aversion-stifles-new-ideas-z7wffs0bc
(10) « The problem is that the EU, unlike the rest of the world, bases its regulations on “hazard”, the possibility that a chemical could conceivably cause, say, cancer, even if only at impossibly high doses. WTO rules by contrast require a full “risk” analysis that takes into account likely exposure. Coffee, apples, pears, lettuce, bread and many other common foods that are part of a healthy diet contain entirely natural molecules that at high enough doses would be carcinogenic. Alcohol, for instance, is a known carcinogen at very high doses, though perfectly safe in moderation. The absurdity of the EU approach can be seen in the fact that if wine were sprayed on vineyards as a pesticide, it would have to be banned under a hazard-based approach. », ibid.
(11) https://geneticliteracyproject.org/2019/12/11/viewpoint-conservatives-say-uk-could-break-from-outdated-eu-gmo-crispr-regulations-if-they-sweep-brexit-election/

After Brexit, let’s embrace gene editing

EU rules are killing vital innovation in biotech.

After Brexit, let’s embrace gene editing

Virus-resistant tomato, disease-resistant ricestem-cell treatment for paralysis, for heart disease, for spinal-chord injury and even for cornea repair — these are just some of the many innovations made possible through gene editing.

Canada has created permissive rules for these technologies, as has Japan, where scientists are working night and day to find therapeutic treatments that root out cancer and the Zika virus.

In Europe, however, the prospects are bleak. Bureaucrats and politicians are stifling the speed with which scientists can make breakthroughs available to consumers and patients. Granted, wealthy elites will always be able to fly to Tokyo or the Mayo Clinic in Minnesota to get treatments. But for Brits who cannot afford this, we need laws and regulations that will allow for the research and development of innovative treatments.

Gene editing is effectively banned throughout the EU. The slightest word in favour of innovative technologies such as CRISPR (a prominent genome-editing technology) gets you yelled at by politicians and EU-funded NGOs alike. With Brexit on the horizon, the UK has a unique opportunity to embrace innovation.

There is some light at the end of the tunnel on the continent. At the Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) in Berlin next month, approximately 70 ministers of agriculture from around the world intend to adopt a communiqué about the global direction of agriculture. The hope is that these delegates will recognise the value in technologies like gene editing. In Germany, some green activists like the Youth Greens seem to be waking up to the problem. Several activists have warned that strict regulation makes the application of gene technologies more expensive, meaning only big corporates can afford it.

However, we cannot rely on what happens internationally. Britain has an obligation to its citizens to allow scientists to develop new cures and new foods for the 21st century. Brexit offers a unique opportunity to rethink biotech regulations as we break away from the EU’s anti-science dogma. We cannot let Britain lag behind in global innovation.


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CCC Letter to Commissioner Kyriakides

Dear Commissioner Kyriakides,

On behalf of the Consumer Choice Center, the consumer advocacy group representing and empowering consumers in the EU and globally, we would like to congratulate you on your appointment. As you set out to reduce the use of pesticides, fertilisers and antibiotics as part of the EU’s upcoming food strategy, we would like to offer our perspective on the matter. We are hopeful that your policy solutions will be science-led, evidence-based and, above all, consumer-friendly.

Our recommendations:

  • Recognise the benefits of genetic modification of crops as a means to reduce the use of pesticides.
  • Reassess the existing EU regulations of GMOs on the grounds of potential gains and benefits for the consumer rather than simply based on popularised threats not based in fact.

Faced with the issue of climate change, we should remain sensible in our effort to ensure the sustainable and effective functioning of European agriculture that works for all. The right of consumers to choose should be respected and preserved at all costs.

Innovation has always played a key role in driving the world forward. Without pretending to have an answer to every question, innovation has however made our lives safer and more prosperous. As the European Union seeks to drive down the use of pesticides, it shouldn’t turn its back on innovation in agriculture. Genetic modification, with its propensity to reduce chemical pesticide use by more than 30 per cent, is an astounding solution to this pressing issue.

The European Union has traditionally objected most innovations in food science and prevented European consumers from accessing biologically-enhanced food. This can be seen in the very limited number of genetically modified crops authorised for cultivation in the EU, and a very cumbersome and expensive process of importing genetically modified food and a recent European Court of Justice ruling on treating gene editing as restrictive as GMOs.

However, there is no substantial scientific evidence of the health and environmental risks ascribed to genetically modified or edited products. With the help of gene engineering, we would be able to decrease our dependence on natural resources and minimise the use of fertilisers and pesticides. Creating drought and heat-tolerant crops would ensure we don’t need to deforest wild areas to free up more land for agricultural purposes. 

Even though controversies around the use of genetic modification continue, its potential to drive down the use of pesticides cannot be dismissed. In 2014, scientists at the Georg-August-University of Goettingen, Germany estimated that on average, GM technology adoption has reduced chemical pesticide use by 37%, increased crop yields by 22%, and increased farmer profits by 68%.

Consumers, farmers and the environment benefit from the application of genetic modification. Above all, enabling genetic modification is a great way to reduce the use of pesticides. Turning a blind eye to these possibilities is costly and harms consumer choice in the European Union. 

We would be delighted to elaborate further on the suggested policy recommendations in a meeting with one of your cabinet members.

P.S.: You can learn more about our work in this area here: https://consumerchoicecenter.org/health-science/ 

Bauernfängerei durch Urintests

Titelbild

In Frankreich finden sich Glyphosat-Rückstände im Urin von Bauern. Ungefährlich, weil weiter unter den Grenzwerten. Trotzdem werden solche Resultate für die Öko-Stimmungsmache genutzt.

Wenn Sie noch nie von „Glyphosat-Pissern” gehört haben, dann erwartet Sie bei einem Blick in die aktuellen Ausgaben französischer Zeitungen eine wilde Lesereise. Seit April 2018 haben 6000 Landwirte Glyphosat in ihrem Urin „gefunden“, das über dem Grenzwert für Trinkwasser liegt. Dieser ist auf 0,1 Mikrogramm pro Liter festgelegt. „Nur drei Teilnehmer lagen unter diesem Wert”, sagte ein 66-jähriger Umweltaktivist der französischen Zeitung Libération. Diese Aktivisten haben die französischen Bauern davon überzeugt, dass durch das Verklagen von Pestizidproduzenten möglicherweise viel Geld zu holen ist. Nichts scheint attraktiver sein, als zu versuchen, Millionen Euro an Schadenersatz zu kassieren, wie es in den Vereinigten Staaten bereits passiert ist.

Über 1.500 Beschwerden über „Glyphosatpisse” wurden wegen „Gefährdung des Lebens anderer”, „Täuschung” und „Umweltschäden” eingereicht. Die französische Kampagnengruppe Campagne glyphosate behauptet auf ihrer Website, dass 100 Prozent der Tests positiv ausgefallen seien. Überhaupt kein Risiko, liebe Bauern, unterschreiben Sie einfach hier! Die Kosten für den Test und die Beschwerdeeinreichung belaufen sich auf 135 Euro.

Bei den 100 Prozent müssten eigentlich die Alarmglocken läuten, denn neu ist diese Zahl nicht. Zumindest nicht für Deutsche. Im Juni 2015 ließen die deutschen Grünen 16 Proben von Muttermilch in Deutschland analysieren, mit 100 Prozent positiven Ergebnissen auf Glyphosat. Die Geschichte wurde mithilfe der Medien groß aufgemacht und löste bei stillenden Müttern große Verunsicherung aus. Kurz darauf wurden im Rahmen der Kampagne „Urinale” der Bürgerinitiative Landwende 2000 Urinproben von deutschen Bürgern analysiert. Diesmal waren 99,6% der Ergebnisse positiv.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung liegen Glyphosatrückstände in der Muttermilch nicht über den gesetzlichen Grenzwerten.

Im Mai 2016 ließ die Fraktion der Grünen im Europäischen Parlament den Urin von 48 Mitgliedern des Europäischen Parlaments testen, ebenfalls mit 100 Prozent positiven Ergebnissen. Im März 2017 wurden 27 Urinproben von dänischen Müttern und Kindern analysiert, auch hier wieder mit 100 Prozent positiven Ergebnissen.

An den aktuellen Tests ist BioCheck, das 1997 von Monika Krüger mitgegründete Forschungslabor mit Sitz in Deutschland, maßgeblich beteiligt. Frau Krüger selbst ist eine Anti-Pestizid-Aktivistin. Nicht unbedingt eine gute Voraussetzung für solide und objektive Forschungsarbeit. Aber gut, Tests sind schlussendlich Tests, oder? Nicht ganz.

Nehmen wir die 16 Proben von Muttermilch, die zu 100 Prozent kontaminiert waren? Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestätigte, dass es keinerlei Beweise dafür gibt, dass Glyphosatrückstände in der Muttermilch über den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Die beiden vom BfR in Auftrag gegebenen unabhängigen Studien wurden in einem Artikel für das Journal of Agricultural and Food Chemistry zusammengefasst. Sie verwendeten die Flüssigkeitschromatographie in Verbindung mit der Massenspektrometrie (LC-MS/MS) oder die Gaschromatographie in Verbindung mit der Massenspektrometrie (GC-MS/MS) – Verfahren, die nach Angaben des BfR zehnmal vertrauenswürdiger sind als Standardtests zum Nachweis von Pestiziden und 75-mal vertrauenswürdiger als die von BioCheck.

BioCheck hatte einen ELISA-Test eingesetzt, um zu seinen Schlussfolgerungen zu kommen. Dieser enzymgebundene Immunosorbent-Assay ist ein Test, der Antikörper in Ihrem Blut nachweist und misst. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung zufolge sei der Nachweis von Glyphosat an sich ein grundlegend kompliziertes Unterfangen und ELISA dafür kein geeigneter Weg sei. Marcel Kuntz, Forschungsdirektor am CNRS (Centre national de la recherche scientifique) in Grenoble, sieht in ELISA ebenso wenig einen genauen Test zum Nachweis von Pestiziden.

Horrorgeschichten über ‚giftige Rückstände‘ in unserem Körper sollen Angst und Misstrauen hervorrufen.

Deshalb hat BioCheck wahrscheinlich nur 75 Euro für ihre Urintests berechnet. Man bekommt immer das, wofür man zahlt. Schlagzeilen über gefährliche Milch oder allgemein gefährliches Essen wurden bereits geschrieben und veröffentlicht, ohne Korrektur. Wo liegt dann jetzt noch das Problem? Fakt ist: Wir haben es mit einer gründlichen Perversion wissenschaftlicher Methoden zu tun. Die Tests dienen hier nur zu Propagandazwecken. Was die Aktivisten den Bauern wohl auch verschwiegen haben: Der Grenzwert für Trinkwasser liegt sehr viel niedriger als die Grenzwerte für die unbedenkliche Aufnahme von Pestiziden. Als in Deutschland versucht wurde, Mütter durch den Nachweis von Glyphosat in Muttermilch in Panik zu versetzen, zeigte sich, dass ein vier Kilogramm schwerer Säugling der am stärksten belasteten deutschen Mutter 2778 Liter Muttermilch pro Tag trinken müsste, um den Grenzwert zu überschreiten. Hätte man den Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation genommen, wären es sogar 9260 und beim US-Grenzwert 16.200 Liter. In den USA liegt der Grenzwert für Trinkwasser aus diesem Grund 7000-mal höher als in der EU.

Tatsächlich würde man mit sehr aufwändigen und entsprechend leistungsfähigen Tests tatsächlich Glyphosatspuren im Urin französischer Bauern nachweisen können. Einfach deshalb, weil man mit diesen extrem empfindlichen Methoden überall auf der Welt Glyphosatspuren nachweisen kann. Da wir mit der Nahrung sehr geringe Mengen Glyphosat aufnehmen, scheiden wir es mit dem Urin (glücklicherweise) auch wieder aus. Nur sagt das rein gar nichts über eine Gesundheitsgefährdung aus.

Wir wissen, dass Glyphosat ungefährlich ist: Wenn wir uns die wissenschaftliche Literatur ansehen, stellen wir fest, dass es sich um ein Herbizid handelt, das sicher zu verwenden und für die moderne Landwirtschaft notwendig ist. Horrorgeschichten über „giftige Rückstände” in unserem Körper sollen Angst und Misstrauen hervorrufen, leider mit großem Erfolg. Viele Staaten geben dem Druck nach und haben entsprechende Produkte verboten. Für diese Aktivisten ist es nicht von Interesse, verlässlichere Tests mit Bezug auf gesundheitsrelevante Grenzwerte in Betracht zu ziehen. Ihnen geht es nur darum, Stimmung zu machen, weil sie damit vor Gericht Klagen gewinnen und die Öffentlichkeit für ihre unwissenschaftlichen Ansichten begeistern können. Das ist eine Schande.

Ursprünglich hier veröffentlicht.

Viewpoint: Conservatives say UK could break from ‘outdated’ EU GMO, CRISPR regulations if they sweep ’Brexit election’

On the 12th of December, the United Kingdom will hold a general election. With the UK’s exit from the European Union (Brexit) remaining unresolved, tensions are as high as ever. Once out of the EU, though, the UK could regain full control over its laws and regulations.

Though the election debate has centered around immigration, security and healthcare, the question of what direction the UK should take in terms of science policy persists. Will the UK manage to unleash the potential of its biotechnological sector and become a global advocate for innovation and consumer choice, or will it retain the EU’s antiquated approach?

In a manifesto released in November, the Conservatives pledged to take the path of “science-led, evidence-based policy” to improve the quality of food, agriculture and land management. Previously, Prime Minister Boris Johnson promised to liberate the UK’s biotech sector from the EU’s anti-genetic modification rules.

ECJ
Image: iStock/Zerbor

The laws that concern genetically modified organisms in the UK are primarily based on European Union regulations. For years, the EU has backpedaled on agricultural innovation, preventing European consumers from accessing biologically enhanced food. This can be seen in the very limited number of genetically modified crops authorized for cultivation in the EU, and a very cumbersome and expensive process of importing genetically modified crops from other countries. In July 2018, the European Court of Justice (ECJ) decided that gene-edited plants should be regulated the same way that genetically modified organisms are regulated, rendering them practically illegal and hindering innovation even further.

If the UK chooses to move away from these EU-based regulations as a consequence of Brexit, it could become a forward-looking global biotech powerhouse.

The first step would be to replace fear-based skepticism of genetic modification with an evidence-based, pro-innovation approach. Despite popular rhetoric, there is no substantial scientific evidence behind the alleged health and environmental risks ascribed to GM products. Abandoning these baseless assertions and creating and sustaining the conditions under which UK farmers could innovate, lower their production costs, and use fewer chemicals would be an enterprising move on the part of the UK government.

Approving GM pest-resistant crops, for instance, could save about £60 million ($79 million) a year in pesticide use in the UK. Moreover, £60 million in savings would mean more leeway for competitive food pricing in a country where prices at the grocery store are rising 2 percent annually.

Once restrictive genetic modification laws are relaxed, it would be necessary to enable easy market access for GM foods. Under current EU legislation, products containing GMOs need to be labeled as such, and the requirements also apply to non-prepacked foods. It is legally established that such products (soy, for example) not only require written documentation but also should have an easily readable notice about their origin. No such rule exists with regards to foods that are 100% GMO-free, meaning there is explicit discrimination in place giving GMO-free food an unfair advantage on the market.

The EU’s strict regulations on the use of GM technology have been, first and foremost, harmful to consumers, depriving them access to innovative options such as Impossible Foods’ plant-based burger, which so closely mimics meat thanks to an ingredient produced with the help of genetically engineered yeast. Vastly popular in the US and now expanding to Asia, vegan burgers using plant-based substitutes for meat and dairy products, are absent from the European market due to backwards-looking anti-GM rules.

The United Kingdom should strive for the smartest regulation in the field of approval and market access to GMOs. Relaxed regulations on gene-editing methods like CRISPR-Cas9 could also attract massive investment and lead to wide-reaching biotech innovation in the UK.

Enabling gene-editing is an essential part of unleashing scientific innovation in the United Kingdom after Brexit. Skepticism of gene-editing centers around the potential but largely exaggerated adverse effects of the technology and ignores the astonishing benefits that could accrue to both farmers and consumers.

If the UK manages to replace the EU’s overly cautious biotech rules with a pro-innovation and prosperity-fostering regulatory scheme, it could become a true global biotech powerhouse. This is an ambitious, exciting, and above all, achievable future.

Everything Wrong with Cancer Warning Labels

Everything Wrong with Cancer Warning Labels

“BACON…, HOT COFFEE…, RED MEAT…, COCONUT OIL…
WHAT DO THEY HAVE IN COMMON?

You’ve may have thought: THEY’RE DELICIOUS. 
WRONG.

According to the World Health Organization’s INTERNATIONAL AGENCY FOR RESEARCH ON CANCER (IARC), all these foods “PROBABLY” or “POSSIBLY” can give you cancer.

Each year, this France-based agency published new studies known as monographs claiming to establish what is carcinogenic. So far, they’ve listed over 500 substances as DEFINITELY or POTENTIALLY carcinogenic, including your morning cup of coffee and the herbicide you use in your garden. In 48 years, they’ve only found one – JUST ONE – that isn’t.

These declarations have a sweeping impact not only on the products on the shelves, and how they’re regulated and taxed, but also the billions of dollars of lawsuits against these products.

CAN YOU SAY PAYDAY?

This is where science is trumped by money and lawyers.

IARC willfully confuses the relationship between “hazard” and “risk”. Hazard is something that can cause harm, risk explains how likely it is that it will. The sun is a hazard, because exposure to it can cause skin conditions. However, to most people the sun is not a risk, because they limit their exposure in summer, or apply sun cream. As with EVERYTHING ELSE, it’s a question of dosage.

For example, in 2016 the Munich Environmental Institute cast doubt on the safety of beer, claiming it can cause cancer. What they left out was that you needed to drink 1000L of beer a day for it to actually be harmful to health. Arguably, after 1000L of beer, the fact that it might be carcinogenic will be the least of your problems.

IARC STUDIES ARE LIKE A BAT SIGNAL TO THOUSANDS OF TORT LAWYER FIRMS.

What these experts conclude, therefore, becomes scientific dogma, regardless of the science.

WHY IS THIS PROBLEMATIC?

Experts at IARC have often been caught colluding with lawyers who stand to benefit from future lawsuits.

In the case of BENZENE and GLYPHOSATE, they have been accused of manipulating the science to arm trial lawyers. Researches have been ringing the alarm on IARC’s corruption of science for years.

That means hundreds of bogus lawsuits, bad public policy and bad information for consumers.

WHO BENEFITS WHEN SCIENCE IS CORRUPTED? 

LET’S UPHOLD SCIENCE RATHER THAN POLITICS. BECAUSE WE DESERVE BETTER


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Des départements fédéraux participent à l’obscurantisme dans l’agriculture

OPINION. A travers la promotion d’une agroécologie inefficace et antiscientifique, la Suisse prend des décisions de politique de développement contraires à ses propres recherches scientifiques, écrit Bill Wirtz, analyste de politiques publiques pour le Consumer Choice Center

Pourquoi les institutions suisses participent-elles à la promotion de l’agro-écologie — technologie qui réduit les rendements agricoles pour les pays les plus pauvres?

L’Organisation des Nations Unies pour l’Alimentation et l’Agriculture (ONUAA) s’est donnée comme objectif la promotion d’une alimentation saine et accessible dans le monde. En vue des difficultés existantes dans des continents comme l’Afrique, l’organisation située à Rome s’engage à redéfinir la politique de développement, dans laquelle sont investies la Suisse ainsi que l’Union européenne. Le Committee on World Food Security (CFS) (comité pour la sécurité alimentaire) vient de terminer sa conférence annuelle, au cours de laquelle elle a développé des idées pour promouvoir une meilleure agriculture pour le monde. Le comité est censé promouvoir la convergence politique sur ce sujet. 

Lors d’un événement parallèle, la Direction du développement et de la coopération (DDC), qui est agence de coopération internationale de la Confédération, s’exprime en faveur du système d’agro-écologie. La description de l’événement indique :

“L’agroécologie représente une alternative pour relever un certain nombre de défis dans la poursuite de la santé humaine et planétaire.

L’objectif de cet événement parallèle est d’explorer de façon holistique les liens entre les systèmes alimentaires et la nutrition. Faut-il seulement produire plus ou faut-il aussi produire et consommer mieux ?”

Au premier abord, rien de contestable dans cette déclaration. Qui ne voudrait pas produire de façon plus saine? Mais en coulisses, les problèmes s’accumulent.

L’agro-écologie décrit un ensemble de points de vue sur l’agriculture, et demande une sorte de “back to basics” sur nos méthodes. Pour ses partisans, l’agriculture prospère lorsqu’elle travaille avec les écosystèmes locaux, par exemple en améliorant la qualité des sols et des plantes grâce à la biomasse et à la biodiversité disponibles, plutôt qu’en luttant contre la nature avec des intrants chimiques. Les agriculteurs agro-écologiques cherchent par là à : améliorer les rendements alimentaires pour une alimentation équilibrée, à renforcer les marchés équitables pour leurs produits, à améliorer la santé des écosystèmes et à tirer parti des connaissances et coutumes ancestrales. L’expression “peasant farming” (l’agriculture paysanne) et utilisée de façon récurrente par ces activistes.

Une étude récente menée par des militants pro-agroécologie a montré que l’application de leurs principes à l’Europe réduirait la productivité agricole de 35% en moyenne. Dans des pays en voie de développement, une telle réduction du rendement agricole serait fatale. Il s’avère que la DDC a aussi contribué à l’organisation d’une conférence pro-agroécologie à Nairobi, Kenya au mois de juin. Cette “Conférence internationale sur l’agroécologie transformant les systèmes agricoles et alimentaires en Afrique” présentait des orateurs scientifiquement controversés. Parmi ces orateurs figurent les scientifiques Don Huber et Judy Carmen, qui ont tous deux fait des déclarations non-scientifiques – et tout aussi discréditées – sur les OGM. Tyrone Hayes, qui est célèbre pour son affirmation, maintenant défendue par Alex Jones, le conspirationniste de InfoWars, selon qui l’herbicide atrazine “rend les grenouilles homosexuelles” y était également.

Le message de cette conférence?  Le génie génétique, les pesticides de dernière génération et les engrais synthétiques sont tous mauvais; il faut donc revenir à l’agriculture de nos ancêtres.  Sur le glyphosate, ni l’Autorité européenne de sécurité des aliments (EFSA), ni l’Agence européenne des produits chimiques (ECHA) ont confirmé l’accusation écologiste que le produit est carcinogène. Sur la modification génétique, le Fond national suisse de la recherche scientifique a conduit une des études les plus importantes dans le domaine, notamment dans le Programme national de recherche PNR 59, mandaté par le Conseil fédéral. 

Dans leurs recherches, ces scientifiques n’ont pas trouvé de conséquences néfastes provenant du génie génétique. Ils soulignent qu’ils n’ont pas trouvé des effets négatifs, ce qui confirme les conclusions d’autres organes de recherches internationaux.

L’étude confirme aussi la différence entre les OGM et le génie génétique, décrit par les écologistes comme OGM par la porte derrière. Les scientifiques suisses ajoutent même : “De nouvelles méthodes dans le génie génétique vert sont en mesure de contribuer à l’amélioration de la biosécurité.”

Les écologistes prétendent qu’il s’agirait d’activer le principe de précaution. Mais à quoi bon toute déclaration d’intention sur la précaution, si aucune recherche scientifique ne réussira à les convaincre? La Suisse n’est-elle pas prête à écouter ses propres scientifiques?

Pire encore, à travers des propres agences, et à travers la promotion d’une agro-écologie inefficace et anti-scientifique, la Suisse prend des décisions de politique de développement contraires à ses propres recherches scientifiques. Trouble dissociatif de l’identité ou dissonance cognitive, les électeurs doivent se demander à quoi servent leurs dépenses d’impôts si l’Etat ignore ses propres experts. Qui prendra la responsabilité de convaincre des paysans africains d’adopter des modèles agricultures que nous savons être les moins efficaces?

Originally published here.


The Consumer Choice Center is the consumer advocacy group supporting lifestyle freedom, innovation, privacy, science, and consumer choice. The main policy areas we focus on are digital, mobility, lifestyle & consumer goods, and health & science.

The CCC represents consumers in over 100 countries across the globe. We closely monitor regulatory trends in Ottawa, Washington, Brussels, Geneva and other hotspots of regulation and inform and activate consumers to fight for #ConsumerChoice. Learn more at consumerchoicecenter.org.

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